Hammelburg
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Altersarmut und Barrieren Themen beim Seniorennachmittag

Eigentlich sollte der Nachmittag der Mitmach-Aktiv Senioren Hammelburg im Martin-Luther-Gemeindehaus ein stiller Nachmittag, so wie sich der November uns präsentiert, werden. Und doch kam alles anders.
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CSU-Stadtrat Detlef Heim berichtete, was in der aktuellen Legislaturperiode an Verbesserungen für Senioren erreicht werden konnte.  Foto: Bianca Volkert
CSU-Stadtrat Detlef Heim berichtete, was in der aktuellen Legislaturperiode an Verbesserungen für Senioren erreicht werden konnte. Foto: Bianca Volkert

Zu den circa 50 Senioren, an hübsch dekorierten Tischen, gesellten sich noch weitere Gäste mit der einen oder anderen Überraschung.

"Wir 'Rentner' gegen Altersarmut" - eine neue Initiative, die sich auf Facebook formiert hat, gewann in kurzer Zeit eine große Anzahl an Mitglieder. Mit verschiedenen Einsätzen und Aktionen soll auf die Missstände hinweisen werden. Für die meisten Teilnehmer des Nachmittags war der Begriff "Facebook" eher unbekannt, aber das Thema Altersarmut betraf doch den einen oder anderen. Brigitte Bauer aus Hammelburg, die sich in dieser Gruppe stark macht, berichtete über deren Beweggründe und Ziele.

Eine 97-Jährige erzählte sehr ergreifend von ihren Erlebnissen aus der Nachkriegszeit und dem Wiederaufbau Dresdens. Dass gerade diese Menschen zum Teil am Existenzminimum leben, ist ein Missstand, der unbedingt aufgearbeitet werden muss.

Zum Abschluss überreichte Brigitte Bauer den Anwesenden eine Schachtel Merci-Schokolade zum Dank für deren unvergessene Leistungen.

Verbesserungen für Senioren

Detlef Heim, CSU-Stadtrat in Hammelburg, suchte den Konsens mit den Senioren. Er berichtete, was in der aktuellen Legislaturperiode an Verbesserungen für Senioren erreicht werden konnte: Barrierefreier Zugang ins Rathaus, Absenkungen von Gehsteigen, geeigneter Fahrstreifen für Rollator oder Rollstuhlfahrer. Das künftige Bürgerhaus wird selbstverständlich auch barrierefrei sein. Natürlich gab es Einwände von Seiten der Senioren. Leider seien die Rollatorstreifen ab Marktplatz bis zur Kirche meistens zugeparkt.

Heim bat darum, diesbezüglich Informationen zu sammeln und an ihn weiterzuleiten. Nur Anregungen von Betroffenen können weitere Verbesserungen auf den Weg bringen. Die weitere Veranstaltung wurde bei Kaffee und Kuchen, Gesang, Gedichtvorträge und Rätselaufgaben verbracht.

Inzwischen bringen sich viele aus den Reihen der Gäste ein, dass die Nachmittage wie im Flug vergehen.

Nach der gemeinsamen Abendsuppe wurden die Anwesenden mit einem Adventskalender verabschiedet.

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