Oberthulba
Planungen

Alternative für geplanten Radweg

Das Landratsamt hat dem Marktgemeinderat eine andere Streckenführung für den geplanten Weg zwischen Schlimpfhof und Hassenbach vorgeschlagen.
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Durch eine Verbreiterung der Kreisstraße KG 18 auf Höhe Hassenbach würde vor allem in dieser waldbestandenen Kurve die Gefahr für Autofahrer vermindert.  Foto: Rathaus Oberthulba
Durch eine Verbreiterung der Kreisstraße KG 18 auf Höhe Hassenbach würde vor allem in dieser waldbestandenen Kurve die Gefahr für Autofahrer vermindert. Foto: Rathaus Oberthulba

Für den Bau des geplanten Geh- und Radweges an der Kreisstraße KG 18 zwischen Hassenbach und Schlimpfhof hat das Landratsamt kürzlich der Marktgemeinde Oberthulba eine alternative Streckenführung vorgeschlagen. Diese wurde nun im Gemeinderat erstmals beraten. Festlegen wollte sich allerdings noch niemand, da es für beide Alternativen positive wie negative Argumente gibt.

Deshalb wurde Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) gebeten, schnellstmöglich die für eine endgültige Entscheidung noch fehlenden Angaben beim Landratsamt einzuholen und das Thema in den Bürgerversammlungen in Schlimpfhof (12. Februar) und Hassenbach (13. Februar) von den dortigen Einwohnern diskutieren zu lassen.

Die bisher bekannte Streckenplanung sah vor, den Geh- und Radweg von Schlimpfhof kommend weitestgehend straßenbegleitend anzulegen, vor Hassenbach aber nördlich auf einem bereits bestehenden Wirtschaftsweg entlang auf den schon asphaltierten Wirtschaftsweg unterhalb des Hassenbacher Anwesens Frühlingstraße weiterzuführen. Die Kosten für diese etwa 160 Meter lange Abzweigung von der Kreisstraße, müsste der Markt Oberthulba tragen. Der Bürgermeister nannte als erste Kostenschätzung 40 000 Euro allein für die Baukosten.

Die nun vom Landratsamt vorgeschlagene Variante sieht einen gänzlich straßenbegleitenden Verlauf des Weges, also ohne die für Oberthulba kostenpflichtige Abzweigung, von Schlimpfhof bis zur Einmündung Frühlingstraße/Rosenstraße in Hassenbach vor.

In diesem Fall bleiben Oberthulba zwar die 40 000 Euro erspart, allerdings müsste die Gemeinde sich verpflichten, auf etwa acht Meter Breite die gemeindliche Waldfläche (Flurnummer 1065/2) anteilig zu roden, diese straßenbegleitende Fläche dem Landratsamt unentgeltlich zu übereignen und zusätzlich für die Waldrodung naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen zu treffen. Bei dieser Variante aber würden sämtliche Planungs- und Baukosten für den Geh- und Radweg vom Landkreis übernommen.

Das spontane Argument von Gemeinderätin Kerstin Neder, schon jetzt würden doch die Radler vor allem bei Schlechtwetter oder im Winter die Kreisstraße nutzen, weshalb die neue Variante sinnvoll sei, zumal die dann gesparten 40 000 Euro anderen Zwecken zugeführt werden könnten, wurde in der weiteren Beratung immer wieder aufgenommen.

"Die zweite Variante hat Charme", bestätigte auch dritter Bürgermeister Mario Götz. Doch gefiel ihm die damit verbundene Notwendigkeit nicht, das Waldstück entlang der Straße auf acht Metern Breite roden zu müssen.

Ähnlich argumentierten auch andere Räte, sahen sich dann aber dem Argument ausgesetzt, gerade die dortige Kurve sei für Autofahrer durch den Baumbestand sehr unübersichtlich. Diese Gefahrenstelle könnte durch eine Verbreiterung der Kreisstraße entschärft werden.

Für Holger Fröhlich schien aber doch die vom Landratsamt eingebrachte Variante konsequent: "Von der Hauptstraße wegführende Wege werden nicht akzeptiert." Auch zweiter Bürgermeister Jürgen Kolb meinte: "Menschen gehen immer den kurzen Weg."

Thema bei Bürgerversammlungen

Auch nach längerer Abwägung des Für und Wider zeigte sich der Gemeinderat noch unentschlossen. Deshalb seien die beiden Bürgerversammlungen in Schlimpfhof (12. Februar) und Hasenbach (13. Februar) "eine gute Plattform, um mit den Nutzern dieses Weges sprechen zu können", war Mario Götz zufrieden.



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