Hammelburg
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Zu viel Regen für reges Treiben in Hammelburg

Ein Großaufgebot an Märkten hatte Hammelburg am ersten Juli-Wochenende zu bieten. Eigentlich war für jeden etwas geboten, wäre da nicht das Wetter gewesen.
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Der anfangs noch gut besuchte Antik- und Flohmarkt verlor mit einsetzendem Regen seine Besucher und Beschicker.  Foto: Winfried Ehling
Der anfangs noch gut besuchte Antik- und Flohmarkt verlor mit einsetzendem Regen seine Besucher und Beschicker. Foto: Winfried Ehling
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Vier Märkte bot die Saalestadt zum Start des neuen Monats an: Den monatlichen Antik- und Flohmarkt, den Wochenmarkt, den Bauernmarkt und das "Hamma Damma", den Schnäppchen-Markt. Genügend Anreize also um die Menschen in die Kernstadt zu locken.
Der veranstaltende Verein für Wirtschaft und Stadtmarketing (VWS) wählte zum Schnäppchenmarkt das Motto "Nix wie raus". "Grundgedanke der Aktion ist es, einmal jährlich die Lager zu räumen und mit reduzierten Angeboten auf die Straße zu gehen", informiert Ulrike Zehner, die das Organisationsteam federführend leitet, das sich alle Mühe gibt den Event interessant zu gestalten, zum Beispiel mit musikalischer Unterhaltung, Snacks und Freibier.
Doch es kam anders. Denn "Nix wie rein" wäre treffender gewesen. Das lag allerdings an den Wetterlaunen. Zur besten Marktzeit, zwischen 10 und 11.30 Uhr, setzte Regen ein, der Besucher augenscheinlich dazu veranlasste im eigenen Wohnzimmer zu verweilen statt in die "gute Stube Hammelburgs", den Marktplatz, und die angrenzenden Straße zu kommen.
Auch die dritte Ausgabe der gut gemeinten Werbeaktion des VWS stand nicht unter dem günstigsten Stern. Zum Start des Hamma Damma vor zwei Jahren meinte es die Sonne mit weit über 30 Grad zu gut: die Besucher flüchteten lieber in den Schatten. Im vorigen Jahr machte schon einmal der Regen den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Und heuer wieder. Da nützte es nichts, dass DJ Peter G. mit dem Schlager "Azzuro heißt blau" den Besuchern suggerieren wollte, dass die Sonne vom blauen Himmel scheint. Denn der war wolkenverhangen und hielt die Menschen von Einkauf und Bummel ab.
VWS-Vizevorsitzender Dieter Hohmann pries vor seinem Sportgeschäft vergeblich Badehosen zum Sonderpreis an und eine Ladeninhaberin meinte sogar: "Das ist ja noch weniger als an normalen Samstagen". Doch um die Mittagszeit keimte Hoffnung bei den Geschäftsleuten auf. Der stetige Regen flaute ab und die Live-Band "Kusängs" konnte ihr Debüt in der Saalestadt geben. Zu diesem Zeitpunkt hatte jedoch die Hälfte der Flohmarktbeschicker ihre Zelte schon abgebaut und viele Passanten ihre Einkäufe erledigt.
Immerhin konnten die Kusängs (Cousins) aus Eußenheim mit Oldies und Rockabilly-Songs noch einige Dutzend Zuhörer herbeilocken. Toni (Gitarre), Albert (Bass) und Ludwig am Schlagzeug sind 17, 16 und 15 Jahre jung und spielten Musik aus einer Zeit, in der sie noch längst nicht geboren waren. "Die Jungs rocken bereits von Kindesbeinen an", verrät die Mutter eines Bandmitglieds. Elvis' "Money Honey", "Barbara Ann" von den Beachboys - und sogar Chubby Checkers "Let's twist again" - aber auch Titel der Spider Murphy Gang, gehörten zum Repertoire der blutjungen Rock 'n' Roller, die ohne Gage für eine Spende auftraten.
Schon bei der Zugabe der Nachwuchs-Band regnete es erneut und die Temperaturen wurden unangenehm kühl. Jetzt verließ auch die letzten die Geduld. Bleiben mussten jedoch Markus Daum der für eine Stunde Freibier ausschenkte und DJ Peter G.

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