Hammelburg
Kriminalität

Zahl der Straftaten im Altlandkreis Hammelburg sinkt weiter

Die Zahl der Straftaten ist im Altlandkreis Hammelburg so niedrig wie schon lange nicht mehr.
Artikel drucken Artikel einbetten
Seit Ende 2015 gibt es eine Sicherheitswacht in der Stadt. Foto: Archiv/ Carmen Schmitt
Seit Ende 2015 gibt es eine Sicherheitswacht in der Stadt. Foto: Archiv/ Carmen Schmitt
Als Bestätigung der Kontrolltätigkeit und der Präventionsarbeit sieht Alfons Hausmann, Leiter der Hammelburger Polizeiinspektion, die weiter gesunkene Zahl an Straftaten. "In einer Polizeiinspektion wie der unseren haben wir noch Zeit für Prävention", erklärt Hausmann. Als eine der Maßnahmen führt er die Ende 2015 eingeführte Sicherheitswacht auf.

Die Sicherheitswachtler zeigen im Stadtgebiet Präsenz und sind bei größeren Veranstaltungen wie der Winter-Beach-Party oder dem Diebacher Faschingszug vor Ort. "Es sind sehr engagierte Leute", sagt Hausmann. Die Sicherheitswachtler mahnen auch schon mal Hundebesitzer, mit ihren Tieren nicht auf die Spielplätze zu gehen, und teilen Tüten für den Hundekot aus, wie der stellvertretende Dienststellenleiter Günther May erklärt.
Für eine ausführliche Bilanz sei es aber noch zu früh. Die Sicherheitswacht muss mit 2016 erst einmal ein komplettes Einsatzjahr hinter sich bringen.

Aber auch so ist die Zahl der Straftaten schon gesunken. Für 2015 zählt die Statistik der Hammelburger Polizeiinspektion 792 Fälle. Es ist der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. So stehen für 2006 noch 1037 Straftaten in der Auswertung.


Weniger Diebstähle

"Auch die in der öffentlichen Diskussion stehende Asylproblematik hat bislang keine signifikante Auswirkung auf die örtliche Kriminalitätslage", fasst Hausmann die bisherige Entwicklung zusammen. Die Aufklärungsquote bewegt sich auf Vorjahresniveau.

Nach einem Rückgang auf 101 Fälle im Jahr 2014 ist die Zahl der Sachbeschädigungen im vergangenen Jahr aber auf 126 Straftaten gestiegen. Zugenommen hat auch die Zahl der Wohnungseinbrüche, wenngleich sie sich mit 11 registrierten Fällen (2014: 6) weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegt. Einen deutlichen Rückgang weist die Statistik dagegen bei den einfachen Diebstählen aus: von 162 Straftaten 2014 auf 120 Straftaten 2015.

Unter all den registrierten Fällen gab es im vergangenen Jahr drei Taten, die in der Öffentlichkeit besonderes Aufsehen erregten: der Brand im Sägewerk in Untererthal sowie ein großer Munitions- und ein großer Waffenfund, beide in der Gemeinde Wartmannsroth.

Beim Feuer im Sägewerk geht die Polizei von Brandstiftung aus. Der oder die Täter konnten bisher noch nicht aufgespürt werden. Die Ermittlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.

Der Munitionsfund umfasste 14 Kisten und 16 Behälter mit Schrot- und anderen Patronen, die die Polizei bei einer Kontrolle entdeckte. Der Eigentümer, ein Rentner, besaß die Munition nicht mehr rechtmäßig, da er sie bereits vor einigen Jahren hätte abgeben sollen.

Beim Waffenfund in einer Wohnung stellte die Polizei 48 Gewehre, 23 Pistolen und sogar ein G3-Sturmgewehr sicher. Sachverständige aus dem Landeskriminalamt wurden eingeschaltet. Die meisten Waffen waren laut May funktionsfähig, auch das Sturmgewehr. Dieses unterliegt den besonderen Bestimmungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes. Keine der Waffen sei registriert gewesen.

Zur Prävention gehören für Hausmann und May Kontrollen einfach dazu. Daher werben die beiden - wie jedes Jahr - bei der Bevölkerung um Verständnis für diese polizeiliche Tätigkeit.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren