Elfershausen
Gemeinderat

Wohnmobile sollen Stellplatz erhalten

Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD) schätzt die Kosten dafür auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.
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Zwischen Ortsende und Circus Luna, nahe der Gartensiedlung, soll der Platz für die Wohnmobile geplant werden. Foto: Gerd Schaar
Zwischen Ortsende und Circus Luna, nahe der Gartensiedlung, soll der Platz für die Wohnmobile geplant werden. Foto: Gerd Schaar
Um das Thema Wohnmobil-Stellplatz in Langendorf gab es eine längere Diskussion im Gemeinderat des Marktes Elfershausen. Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD) schätzte die Kosten auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Jetzt soll nach Beschluss der Räte eine Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen. Gleichzeitig rechnet die Marktgemeinde mit dem Engagement der ansässigen Gastronomie, so zum Beispiel mit flexiblen Öffnungszeiten.


Kostenfrage sorgt für Debatte

Mit dem Thema Stellplatz für Wohnmobile bezog sich Kickuth auf die vergangenen Bürgerversammlungen, die er jetzt ordnungsgemäß abarbeitete. Allein die Kostenfrage brachte die Diskussion unter den Räten in Schwung. Erste Schätzungen von etwa 40 000 Euro standen Lösungsvorschlägen von 15 000 Euro oder noch geringeren Beträgen gegenüber. Dabei stellte es sich heraus, dass unterschiedliche Ansätze der baulichen Ausführungen zugrunde lagen. Kickuth: "Es müssen Versorgungs- und Entsorgungsleitungen verlegt werden. Außerdem sollen die Wohnwagen nicht im Boden einsinken, was eine solide Befestigung des Geländes und entsprechende Kosten verlangt."


Gäste bleiben mehrere Tage

"Wir sollten uns bei den Kommunen mit ähnlichen Plätzen über die Kosten schlau machen", blickte Günter Zink (SPD/ FWG) zum Beispiel nach Ramsthal. Ohne Frage seien Wohnmobile im Trend. "Die Gäste bleiben oft mehrere Tage und erkunden die Gegend gern per Fahrrad", so Zink. "Dann müssen auch die Gastronomen mit angepassten Öffnungszeiten reagieren", war sich Kickuth mit dem Zweiten Bürgermeister Jürgen Englert (SPD/ FWG) einig. Allerdings sei er ursprünglich nicht von so hohen Kosten ausgegangen. Und wenn sogar eine Größenordnung von 50 000 Euro oder mehr bei der Kalkulation erreicht werde, dann sei er nicht mehr im Boot.
Alfons Hausmann (CSU) bestätigte: "Die Touristen wollen die fränkische Küche kosten und hier essen." Da rannte er beim Dritten Bürgermeister Elmar Zier (BLM) offene Türen ein: "Der Platz liegt optimal in der Nähe der Saale und ist gerade für Radfahrer ein guter Ausgangspunkt", so Zier. Dennoch sei das Projekt zu teuer, meinte Walter Schmitt (BLM). Bernhard Büttner (CSU) relativierte die Kostenfrage: "Wir sollten im Detail schauen, wo wir Einsparungen vornehmen können." Mit dem groben Kostenrahmen sei er grundsätzlich einverstanden. Die Gemeindeverwaltung bereitet jetzt die Ausschreibung vor. Erst wenn die Angebote vorliegen, will der Marktgemeinderat entscheiden.
Weitere Themen aus den Bürgerversammlungen seien erledigt worden, berichtete Kickuth. Dabei ging es zum Beispiel um den Langendorfer Kirchturm (in Arbeit und zurzeit aus Sicherheitsgründen gesperrt), eine Löschwasserzisterne, den Verkauf einer Halle, einen Kapellen-Neubau, diverse Wanderwege, Straßensanierungen und die Pflege der Saaleinsel. Eine Verkehrsschau soll es demnächst wegen der Beschilderung im Bereich Mauerackerstraße und Ziegeleistraße geben.






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