Hammelburg
Vermisst

Wo versteckt sich Amalberga?

Seit nun fasst zwei Jahren bleibt Amalberga spurlos verschwunden. Einige Hammelburger glauben nicht mehr an die Spekulation, dass die Frauen-Figur fortgeschafft wurde, um sie zu restaurieren.
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Amalberga verschwand im Herbst 2013. Foto: Archiv/ Karlheinz Franz
Amalberga verschwand im Herbst 2013. Foto: Archiv/ Karlheinz Franz
Dafür sei die mittlerweile verstrichene Zeit zu lang.

"Über mehrere Ecken ist immer wieder durchgesickert, dass Amalberga zurückkehren soll, doch hat sich bisher nichts getan", erklärt Elfriede Böck vom Amt für Tourismus und Kultur. So herrscht nach wie vor Ratlosigkeit. Amalberga verschwand auf so geheimnisvolle Weise, wie sie aufgetaucht war: Ostern 2000 entdeckten Spaziergänger die Figur auf einem Felsvorsprung am Hammelberg zum ersten Mal.

Amalberga ist ungefähr 1,60 Meter groß und dürfte 240 Kilogramm wiegen. Die Frauenstatue gehört zu einer Gruppe von Figuren, die den Südhang des Hammelbergs schmücken: Nach Amalberga folgte im Jahr 2001 "der Philosoph", der in einem steinernen Sessel auf das Saaletal blickt. Im darauf folgenden Jahr gesellte sich eine zweite Frauenfigur dazu, allgemein "Tänzerin" genannt. Sie bekam im Jahr 2003 ein "Kind" an die Hand.

Bis heute weiß niemand, was die Figuren zu bedeuten haben. Auch der Künstler ist - zumindest offiziell - nicht bekannt. Rätselhaft bleibt ebenso, wie die Statuen in dem für Fahrzeuge unwegsamen Gelände aufgestellt werden konnten.

Ende September 2013 war Amalberga plötzlich weg. Da sie starke Verwitterungsspuren zeigte, vermuteten viele, dass sie nach einer Schönheitskur wieder erscheinen würde. Sie ist aber immer noch nicht aufgetaucht. Ein Aufruf, dass der Künstler sich anonym melden oder die Statue sogar anonym abgeben könne, blieb laut Böck ebenso ohne Rückmeldung.


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