Fuchsstadt
Planungen

Wo soll der Naturfriedhof hin?

Noch ist der Standort für die Anlage nicht gefunden, die verschiedenen Überlegungen waren deshalb Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung.
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Die Lauerbach-Höhe als Standort für einen Waldfriedhof lehnte der Gemeinderat - ebenso wie das Areal Kohlenberg - ab. Dennoch soll ein Naturfriedhof in Fuchsstadt entstehen, wo ist noch offen.  Foto: Winfried Ehling
Die Lauerbach-Höhe als Standort für einen Waldfriedhof lehnte der Gemeinderat - ebenso wie das Areal Kohlenberg - ab. Dennoch soll ein Naturfriedhof in Fuchsstadt entstehen, wo ist noch offen. Foto: Winfried Ehling
Der Naturfriedhof war ein kontrovers debattiertes Thema in der Gemeinderatssitzung. Hier gehen die Meinungen auseinander, was sich schon länger abzeichnete. Landschaftsarchitekt Knidlberger legte eine Kostenschätzung auf, die den Vorstellungen einiger Gemeinderäte nicht entsprach.
Nach der Ortsbesichtigung im Juni bieten sich die nähere Umgebung der Kohlenbergkapelle und der Lauerbach-Höhe als Standorte an. Beide Areale benötigen wegen der Umnutzung des Waldes nach Information Knidlbergers jedoch einen Flächennutzungsplan, möglicherweise sogar einen Bebauungsplan.
Die Kosten von rund 90 000 Euro für den Waldfriedhof am Kohlenberg und 113 000 Euro an der Lauerbach gaben Anlass, das Vorhaben zu hinterfragen. Angesichts der genannten Summen wollte Stellvertretender Bürgermeister Manfred Öftring wissen: "Was nehmen wir eigentlich damit ein?" Jürgen Wittmer, der alternative Bestattungen auf dem Fuchsstädter Friedhof vorschlug, beantragte eine Bürgerversammlung zum Thema.


Rechnet sich das Projekt?

"Wollen die Fuchsstädter überhaupt so etwas?", pflichteten Bernd Stöth und Öftring bei, die für eine Bürgerbefragung plädierten wobei der Vize-Bürgermeister empfahl "einmal zu rechnen, wie lange wir brauchen, bis sich das Projekt amortisiert. Wir sollten die Investition für die Lebenden verwenden, für Senioreneinrichtungen oder die Jugend", fügte er hinzu. "Wir müssen nicht immer eine Bürgerversammlung veranstalten, denn der Gemeinderat, hat zu entscheiden", lautete Martin Kellers Ansicht.
Bürgermeister Peter Hart (CSU) ist sich jedoch sicher, "dass wir über etwas reden, das sich trägt". Am Beispiel ähnlicher Einrichtungen in der Region - die teils auch besucht wurden - plädierte er für das Projekt zumal sich ein Bestatter und der Revierförster dafür aussprachen und "bereits mehrere Anfragen von Interessenten vorliegen".
Nach mehr als einstündiger Diskussion stellten Willi Kippes und Oliver Lukaschewitsch Antrag auf Beendigung der Debatte, dem der Rat mehrheitlich zustimmte. Wittmers Antrag zur Bürgerversammlung wurde abgelehnt ebenso wie die Standorte Kohlenberg und Lauerbach. Allerdings befürwortete das Gremium mit einer Stimme Mehrheit die Errichtung eines Naturfriedhofs, dessen Platz noch zu ermitteln ist.


Leitbild zur Seniorenarbeit

Der Arbeitskreis "Fuscht unser Zuhause", hat ein Leitbild zur Senioren-Arbeit im Ort entworfen, das Rainer Heid vorlegte. Demnach will der Arbeitskreis für sein Tun die Solidarität des Gemeinderats hinter sich wissen und die Unterstützung der Gemeinde bei der Suche nach einem geeigneten Treff für die älteren Bürger Fuchsstadts.
Wie Heid und Brigitte Burtchen ausführten, soll ein Raum geschaffen werden, in dem sich Senioren gemeinsam aufhalten können, mittelfristig wird ein sogenanntes "Generationen-Haus" angestrebt. Bürgermeister Hart vermutet, dass "es noch zwei bis drei Jahre dauert, bis wir dieses Projekt anpacken können". Der Beschlussvorschlag Harts, die Gemeinde leiste das, was sie muss und kann, fand einmütige Zustimmung.
Die Fördermittel für die Sanierung des Fuchsstädter Rathauses sind offensichtlich erschöpft, wie der Rathausobere bei der Regierung von Unterfranken erfuhr. Damit könnten noch einmal 30 000 Euro Kosten für die Sanierung des Sitzungssaals auf die Gemeinde zukommen, eine Maßnahme, deren Verursacher die Regierung ist. Matthias Stöth und Dirk Volz vertraten die Meinung: "Wenn wir sanieren, machen wir es richtig und komplett." Architekt Thomas Ruser soll eine entsprechende Planung vorstellen.


Auftragsvergaben

Die Bauleistungen zur Erschließung des Gewerbegebiets "Neumühle", Bauabschnitt III, vergab das Ratsgremium an den wirtschaftlichsten Anbieter, die Firma Stolz aus Untererthal, zum Preis von 52 700 Euro.
Die Bauanträge zum Anbau eines Balkons am bestehenden Wohnhaus in der Schweinfurter Straße 62/60 und die Sanierung dieses Gebäudes passierten ohne Gegenstimme.
Sein Einverständnis gab der Rat auch zur Auftragsvergabe für einen Flyer, Info-Tafeln und Wegweiser für den Kapellen-Rundwanderweg zum Preis von 2700 Euro. Der Rundweg schließt die vier Kapellen des Ortes ein, beginnt an der "Franzosenkapelle" und endet an der Pfarrkirche. Eventuell sollen auch geführte Wanderungen angeboten werden.
Auch die Gemeinde Fuchsstadt schloss sich der Resolution des Landkreises gegen die Schließung des Schaeffler-Werks in Elfershausen an und erklärte sich solidarisch.
Dem Förderantrag der Caritas entsprach der Gemeinderat mit der Summe von 500 Euro.


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