Hammelburg
Bundeswehr

Weltweit spitze bei der Ausbildung

Über eine Zertifizierungsurkunde freute sich jetzt Oberst Reinhard Barz, Leiter des Vereinte-Nationen-Ausbildungszentrums der Bundeswehr. Die Auszeichnung überreichte Generalmajor Walter Spindler, Kommandeur des Ausbildungskommandos der Bundeswehr. Verliehen wird sie vom "Departement for Peacekeeping Operations (DPKO)" der Vereinten Nationen aus New York.
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Generalmajor Walter Spindler (r.) übergibt die Urkunde an Oberst Reinhard Barz (l.). Foto: Infanterieschule
Generalmajor Walter Spindler (r.) übergibt die Urkunde an Oberst Reinhard Barz (l.). Foto: Infanterieschule
Das Hammelburger Ausbildungszentrum ist das bisher einzige weltweit, das diese Zertifizierung seit 2007 bereits zum dritten Mal in Folge erhalten hat. Die "Training Recognition Urkunde" bescheinigt, dass die Ausbildung am Lagerberg die internationalen Standards für sogenannte "Military Experts on Mission" erfüllen. Die Experten übernehmen weltweit Aufgaben als unbewaffnete Militärbeobachter im Auftrag der Vereinten Nationen oder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

In Afrika und der Ukraine

Im Einsatz sind deutsche Beobachter derzeit in der Westsahara, dem Südsudan und in der Ukraine. Dreimal im Jahr führen die Hammelburger ein bis zu neunwöchiges Training für nationale und internationale Militärbeobachter durch. Der Höhepunkt dabei ist eine freie Übung über sechs Tage rund um Saal an der Saale oder im Großraum Lindau-Bregenz-Appenzell. Letztgenannte Übung wird zusammen mit den Partnerzentren aus der Schweiz, den Niederlanden und Österreich durchgeführt.
Neben der Ausbildung der "Military Experts on Mission" werden derzeit deutsche, georgische und niederländische Soldaten trainiert. Hierbei geht es um Einsätze für ISAF in Afghanistan, Wahlbeobachter der OSZE, Freiwillige der Bundeswehr zur Unterstützung des DRK im Kampf gegen Ebola in Westafrika, Kräfte für die Überwachung des Waffenstillstandes in der Ukraine, Polizisten für die Ausbildungsunterstützung lokaler Polizei in Afghanistan sowie Truppenpsychologen. Trainings gibt es in Kürze auch für Angehörige des Europäischen Diplomatischen Dienstes (EEAS), für deutsche Angehörige des Auswärtigen Amtes, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Journalisten.

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