Untererthal
Weinbau

Weingut Schäfer eröffnet eine Vinothek

Schritt für Schritt hat sich das Weingut Schäfer entwickelt. Mit dem Betrieb ist der Weinbau auch im Stadtteil Untererthal vertreten.
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Das Regal setzt die Flaschen mit dem neuen Etikett in Szene.  Foto: Arkadius Guzy
Das Regal setzt die Flaschen mit dem neuen Etikett in Szene. Foto: Arkadius Guzy
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Nun gibt es auch in einem Hammelburger Stadtteil eine Vinothek. Der Betrieb der Familie Schäfer hat sich weiterentwickelt und präsentiert seine Weine in einem modernen Ambiente.

Die Vinothek habe man mittlerweile einfach gebraucht, sagte Klaus Schäfer am Rande der Eröffnungsfeier. Nach etwa einem Jahr Bauzeit hat sich eine frühere Garage in einen Verkaufsraum verwandelt. "Wir haben viel selber gemacht", erklärte Klaus Schäfer. Dabei war die Umgestaltung gar nicht so einfach. Architekt Marcus Seifert musst sich etwas einfallen lassen, um mit den ungeraden Wände etwas anfangen zu können.

Blickfang ist nun eine Wandverkleidung mit runden Öffnungen, in die Fotos vom Weinanbau eingelassen sind. Ein integriertes Regal stellt die Produkte des Betriebs vor. Aus dem Hintergrund schauen Julia, Klaus, Karin und Thomas Schäfer von einer Fototapete die Kunden an.

In dem Weingut hat jeder seinen Part, meinte Tochter Julia Schäfer und erzählte, wie sie sich früher mit ihrem Bruder darum gestritten hatte, wer die Hefe auflösen darf. Zum Weinbau kam Klaus Schäfer als Quereinsteiger. Als er zusätzlich zur Landwirtschaft die Betreuung der Weinberge des Staatlichen Hofkellers übernahm, fand er Gefallen an eigenen Rebflächen, zumal alle anderen Mitarbeiter nebenbei einen eigenen Weinberg hatten.

Schritt für Schritt wuchs das Weingut Schäfer auch dank Neuanpflanzungen auf nun drei Hektar. Der Gedanke an die Umstellung auf Vollerwerb rückt so mittlerweile immer näher. Sohn Thomas Schäfer meinte dazu: "Wir müssen dafür noch etwas wachsen. Wir sind gerade an der Grenze." Thomas Schäfer macht ab September erst einmal ein Praktikum in Österreich in der Wachau und will dann die Bachelorarbeit für sein Önologie-Studium schreiben.

Bei der Eröffnungsfeier segnete Pfarrvikar Murphy die neue Vinothek. Die Hammelburger Weinprinzessin Annika Kuchenbrod, die mit ihren Kolleginnen Mirjam Gößmann-Schmitt (Ramsthal) und Marlene Büttner (Wirmsthal) gekommen war, äußerte sich froh darüber, die für sie erste Vinothek eröffnen zu können. "Wo es Direktvermarktung gibt, da ist Leben, da beleben Kunden den Ort", sagte Bruno Kohlmann, Vizepräsident des Fränkischer Weinbauverbands.

Als Aufwertung der Weinstadt Hammelburg bezeichnete Bürgermeister Armin Warmuth das Engagement der Schäfers. Und Ortsbeauftragter Bernd Hüfner merkte an, dass Untererthal damit den nördlichen Abschluss des fränkischen Weinlands bildet.
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