Hammelburg
Tradition

Weinfest des FC Hammelburg

Das Weinfest des FC ist seit Jahren eine feste Veranstaltung im Kalender der Stadt. Es findet immer wieder auch jenseits der Landkreisgrenzen Anklang.
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FC-Ehrenvorsitzender und Mitbegründer des Weinfests, Edgar Hirt (links), besucht die Eröffnung mit Verwandten und Freunden (von links): Gattin Lieselotte, Antonia Müller, Andreas Rupert, Marlene Büttner, Olga Reis und Hanni Keidel. Foto: Winfried Ehling
FC-Ehrenvorsitzender und Mitbegründer des Weinfests, Edgar Hirt (links), besucht die Eröffnung mit Verwandten und Freunden (von links): Gattin Lieselotte, Antonia Müller, Andreas Rupert, Marlene Büttner, Olga Reis und Hanni Keidel. Foto: Winfried Ehling
Das FC-Weinfest behält seinen Charakter, auch wenn sich so mancher Bierliebhaber in die Reihen der Schoppenfetzer schmuggelt. Der Rebensaft der heimischen Winzer bleibt das beliebteste Getränk und das bestimmende Element der Veranstaltung.

Das bestätigt FC-Vorstandsmitglied Martin Stapper, dem die abendlichen Abrechnungen des viertägigen Events obliegen. "Klar mussten wir irgendwann mal Zugeständnisse an die Biertrinker machen, aber wir haben die Palette begrenzt. Es gibt ein Pils, ein Radler und ein Weißbier. Das genügt", betont er.

"Rund die Hälfte des Umsatzes erbrachte am Freitagabend allein der Wein. Der Verkauf von Essen und anderen Getränken machte zusammen die andere Hälfte des Umsatzes aus", erklärt Stapper.

Die Wein-Veranstaltungen in Hammelburgs "guter Stube" scheinen weit über die Landkreisgrenzen hinaus beliebt zu sein. Besucher aus Holland, die dem Weinfest zuliebe zwei Tage länger in der Saalestadt blieben, meinten: "Die Deutschen verstehen zu feiern. Das gefällt uns."

"Ist das der Weg nach Amarillo?", fragten die Würzburger "Partyräuber" am Samstagabend die Gäste auf dem voll besetzten Marktplatz. Nein, das war er natürlich nicht, sondern der, in die älteste Weinstadt Frankens. Und deren Besuch hatten sich Arthur und Uschi Feidel sowie Angela und Ralf Kunkel aus dem Nürnberger Land in den Kalender geschrieben.

Vom "Tor der Fränkischen Schweiz", aus Heroldsberg-Eckenthal angereist, besuchen sie gerne mal Weinfeste, von denen es im "Knoblauchs-Land" keine gibt. "Wir waren schon in Dettelbach und Iphofen, wo uns der Rotling und der Merzling gut schmeckten. Nun wollten wir auch einmal den Hammelburger Wein probieren", sagte Arthur Feidel. Mit einer Flasche Müller-Thurgau traf er allerdings nicht den Geschmack der befreundeten Ehepaare.

"Der ist gut gegen Pilzkrankheiten", stellte er fest. Auf die erstaunte Frage, wie er darauf komme, meinte der Gefragte: "Wenn du den Wein trinkst, brauchst du kein Pils mehr." Der empfohlene Bacchus rollte da schon besser über die Zunge und das Kompliment "Ihr seid freundlich Leut" ging wesentlich schneller über die Lippen der Mittelfranken.

Geschätzte 700 Besucher waren auf dem Marktplatz, als am Samstagabend das Weinfest offiziell eröffnet wurde. Für FC-Vorsitzenden Andreas Ruppert war es ehrenvolle Pflicht, den Mitbegründer des Weinfests, Edgar Hirt und seine Familie zu begrüßen. Er dankte auch den rund 130 beim Fest eingesetzten, freiwilligen Helfern.
"Unsere Weinfeste genießen heuer die Sympathien des Himmels", stellte Bürgermeister Armin Warmuth mit unverhohlener Freude fest. Er dankte dem FC Hammelburg, der "oftmals einen langen Atem bei den Festen benötigte - nämlich dann wenn die Veranstaltung verregnet war".

"Wir schauen auf eine Tradition, die Edgar Hirt und Erich Schneider begründeten und die auch die Nachwuchsspieler pflegen, denn die trinken zum Weinfest Wein", meinte die Hammelburger Weinprinzessin Antonia Müller. Marlene Büttner, ihre Kollegin aus Wirmsthal, hielt es knapp: "Wo Wein wächst, ist die Lebensfreude daheim."

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