Hammelburg
Tourismus

Wanderweg durchs Saaletal

Ein Wunschprojekt des Vereins "Tourismus Fränkisches Saaletal Hammelburg" steht vor dem entscheidenden Schritt. Die Wein-, Genuss- und Kulturstrecke soll eine wichtige Verbindung schaffen.
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Wanderer kosten zwischen Rebstöcken Wein. Foto: Archiv/ Markus Reeh
Wanderer kosten zwischen Rebstöcken Wein. Foto: Archiv/ Markus Reeh
Viel Überzeugungsarbeit liegt hinter Alfred Jeurink. Der Vorsitzende des Vereins "Tourismus Fränkisches Saaletal Hammelburg" (TFSH) setzt sich schon seit etwa zwei Jahren für einen zertifizierten Wanderweg durch das Saaletal ein. Nun sind die ersten Vorarbeiten gemacht.

Die Streckenführung ist grob festgelegt, und eine Kostenermittlung liegt vor, wie Jeurink in der Mitgliederversammlung des TFSH informierte. In der kommenden Woche entscheiden die Bürgermeister von "Frankens Saalestück" über das Projekt. Wenn sie zustimmen, beginnt die Umsetzung: Förderanträge müssen gestellt werden, und die Route muss im Detail geplant werden.

Nebenstrecken in die Täler

Jeurink äußerte sich froh darüber, dass die Tourismus GmbH Bayerische Rhön die Federführung übernommen hat. Denn das Projekt bedeute viel Arbeit. Auf dem Wanderweg sollen Gäste Wein, Genuss und Kultur erleben. Die Strecke soll nicht nur die Orte an der Saale miteinander verbinden, sondern über bestehende oder neue Nebenrouten und Themenwege die Seitentäler mit ihren Sehenswürdigkeiten anschließen.

Der Wanderweg war und bleibt der Schwerpunkt für den Hammelburger Tourismusverein. Daneben hat er mehrere Informationstafeln und die Bootswanderkarte am Bleichrasen erneuert. Boots- und Kanuwandern ist auf der Internetseite des Vereins das am meisten gefragte Thema, erklärte Jeurink.

Die Werbetafel am Sanitärgebäude am Bleichrasen wird erst überarbeitet, wenn das neue Häuschen fertig ist. Jeurink: "Es ist ein wichtiger Schritt, dass wir ein modernes Sanitärgebäude bekommen." Davor aber steht der Neubau der Saalebrücke an. Dritte Bürgermeisterin Rita Schaupp (SPD) bezeichnete es als richtige Entscheidung mit dem Sanitärgebäude zu warten, bis die Brücke fertig ist. Danach werde das gesamte Areal verbessert. Jeurink wünschte sich vor allem ein schöneres Erscheinungsbild der Schrebergärten.

Bei den Übernachtungen gab es 2014 wie im Vorjahr einen Rückgang. Die Statistik erfasste für das vergangene Jahr 26 357 Ankünfte in Hammelburg, was einem Minus von 5 Prozent gegenüber 2013 entspricht. Die Zahl der Übernachtungen sank um 9,1 Prozent auf 48 099. Auch für Elfershausen weist die Statistik ein Minus aus. Positiv entwickelten sich die Zahlen für Gräfendorf.

Elfriede Böck vom Amt für Tourismus und Kultur erklärte den Rückgang in Hammelburg mit dem schlechten Mai 2014. Mit der Schließung des "Hirschen" sind außerdem 20 Betten weggefallen, und ein Betrieb wird von der Statistik nicht mehr erfasst. Eine Rolle spielte auch, dass es in der Musikakademie weniger Übernachtungen gegeben habe.

Allerdings deuten sich laut Böck zumindest für den Anfang dieses Jahres wieder bessere Zahlen an. Die Übernachtungen 2014 liegen ihrer Größenordnung nach ungefähr auf dem Niveau von 2011. Im Jahr 2012 gab es wegen des Baus der Gas-Pipeline einen einmaligen Spitzenwert. Seit 1. Januar gehört Oberthulba als sechste Gemeinde dem TFSH an. Jeurink würde gerne noch weitere Gemeinden aufnehmen, damit der Verein das Saalestück komplett abdeckt.


Für das vergangene Jahr wurden in Hammelburg 48 099 Übernachtungen registriert. Im Jahr 2013 waren es noch 52 909 Übernachtungen. Die Gäste verbrachten im Schnitt 1,8 Tage in Frankens ältester Weinstadt. Eine Sonderstellung nimmt dabei die Musikakademie ein, die allein 21 863 Übernachtungen zählte. Ohne Musikakademie lag die Auslastungsquote bei 26,1 Prozent.

Die Statistik erfasst nur Betriebe mit mindestens zehn Gästebetten. In Hammelburg gibt es zehn Betriebe in dieser Größenordnung mit insgesamt 387 Betten, davon 112 Betten in der Musikakademie.
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