Hammelburg
Kirchenmusiktage

Viva Voce mit neuen Songs in alten Mauern

Das Konzert der A-cappella-Band Viva Voce im Rahmen der Hammelburger Kirchenmusiktage war ein voller Erfolg.
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Die fünf Sänger von Viva Voce waren so begeistert von Hammelburg, dass sie sogar ein Lied darüber sangen.  Foto: Gerd Schaar
Die fünf Sänger von Viva Voce waren so begeistert von Hammelburg, dass sie sogar ein Lied darüber sangen. Foto: Gerd Schaar
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Eine übervolle Stadtpfarrkirche, eine Schar nachgereister Fans, hohe Erwartungen an die Qualität und schließlich auch die spontane Begeisterung jener Zuhörer, welche die Gesangsgruppe Viva Voce noch nicht kannten. Das Konzert der A-cappella-Band im Rahmen der Hammelburger Kirchenmusiktage war ein voller Erfolg. Frenetischen Beifall gab es mit Händen und Füßen, zum Schluss noch stehende Ovationen und der Wunsch nach weiteren Zugaben.


Lied über Hammelburg

"Neue Songs in alten Mauern" hieß der Titel der fünf Sänger. Viva Voce gebe es schon seit 18 Jahren, ließen sie verlauten. "Doch noch nie zuvor waren wir in Hammelburg aufgetreten", sagte ein Sänger. Nach einem Rundgang durch die Stadt, die heuer ihr 1300-jähriges Jubiläum feiert, seien sie begeistert. Prompt entstand daraus ein Lied über Hammelburg: "Oh, schönes Hammelburg, da wollten wir immer schon mal singen ...". Die vielen Ortsteile, die Musikakademie und die Schönheit der Saalestadt haben offenbar Spuren bei den sympathischen Sängern hinterlassen.
Aus den ehemaligen Sängern des Windsbacher Knabenchors (Mittelfranken) wurde eine Boygroup und später die Gesangsgruppe Viva Voce. Markenzeichen ist der Gesang a cappella, also ohne musikalische Begleitung. Bastian Hupfer und David Lugert (beide Tenor), Mateusz Phouthavong (Bariton), Heiko Benjes (Bass) und Jörg Schwartzmanns (Mouth-Percussion/Bariton) haben es aber so klingen lassen, als wären Schlagzeug und Bassbegleitung dabei. Auch diese virtuellen Instrumentenklänge kamen aus den geübten Kehlen der bestens aufeinander abgestimmten Sänger.


Ich weiß, dass ich nichts weiß

Die Bandbreite der Lieder reichte von der Inspiration durch maritimen Marseille-Chansons bis hin zu modernen Popsongs, zum Beispiel Queens "Radio Gaga" oder "Heaven". Aber auch deutsche Alltagsprobleme waren mit eigenen Kompositionen im Konzert vertreten. "Ich weiß, dass ich nichts weiß", sangen sie zur Freude der jüngeren Zuhörer aus Schülersicht. Die Sänger traten ferner an zum musikalischen Wettstreit zwischen Enrico Caruso "O sole mio" und Elvis Presley "It's now or never". Kreative Witzigkeit, gepaart mit bestens aufeinander abgestimmten Goldkehlen, das zeichnet diese Gesangsgruppe aus. Nicht zu vergessen ist die perfekte Sound- und Lichtperformance, die den alten Mauern in der Stadtpfarrkirche frisches Leben verlieh. Heißt doch Viva Voce "Es lebe die Stimme".
Besonders stolz sind diese Barden darauf, dass sie zum 30-jährigen Bestehen der Münchner Spider Murphy Gang im Zirkus Krone als Gastband auftraten. Zahlreiche Auszeichnungen wie zum Beispiel der Kulturpreis Bayern, der Publikumspreis der Internationalen Bodensee-Konferenz und der Titel "Botschafter der Stadt Ansbach" sind darunter.


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