Hammelburg
Altstadtbummel

Viehmarkt wird zu Flohmarkt

Die Hammelburger Karnevalsgesellschaft sorgt seit zwei Monaten für die Wiederbelebung des Trödelmarkts.
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Allerlei Trödel aus Kellern und von Dachböden findet sich auf dem Viehmarkt. Foto: Gerd Schaar
Allerlei Trödel aus Kellern und von Dachböden findet sich auf dem Viehmarkt. Foto: Gerd Schaar
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Über viel Betrieb haben sich die Beschicker des Flohmarktes gefreut. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen sah man viele frohe Gesichter - wenngleich einige ältere Standbetreiber meinten: "Früher war es besser."

Gemeint waren die alten Bäume auf dem Viehmarkt, die durch ganz junge ersetzt worden sind. Gemeint war aber ebenfalls das nach Ansicht bessere Flohmarkt-Ambiente vergangener Zeiten sowohl auf dem Marktplatz am Rathaus als auch auf dem Parkplatz an der Turnhouter Straße.

Die Besucher waren offensichtlich zufrieden mit dem Flohmarkt-Betrieb auf dem Viehmarkt. Einheimische hielten gerne ein Schwätzchen mit Freunden und Bekannten. Besucher waren aber auch von weiter her gekommen. Heinz Friedrich aus Fulda zum Beispiel verriet, dass er seit Jahren den Hammelburger Flohmarkt besuche.

Stammgast seit 35 Jahren ist Standbetreiberin Elisabeth Kreibich aus Karlstadt. Sie häkelte an den Sohlen von Hausschlappen und Hüttenschuhen in allen Größen.


Einnahmen für die Garden

Die Hammelburger Karnevalsgesellschaft (Ha-Ka-Ge) organisiert seit zwei Monaten den Flohmarkt. Ha-Ka-Ge-Vorsitzende Julia Keidel erklärte: "Einerseits wollen wir etwas für Hammelburg tun und den Flohmarkt weiterleben lassen. Andererseits brauchen wir dringend eine Aufbesserung unserer Finanzen."

Denn zurzeit habe die Ha-Ka-Ge rund 60 Tänzerinnen in drei Garden (Schloss- und Präsidentengarde sowie die Blauen Funken), deren Kostüme für den närrischen Einsatz eine beträchtliche Summe kosten. Außerdem seien Hallenmieten finanziell zu stemmen und weitere Ausgaben zu decken.

Der komplette Vorstand und einige Helfer mehr waren beim Flohmarkt im Einsatz. Die Stände wurden übersichtlich in Reihen aufgebaut. Die Fahrzeuge der Flohmarktbeschicker mussten nach Anlieferung wieder verschwinden, was einige bedauerten.

Rund 50 Stände boten am Samstag alles, was Keller oder Dachböden so hergeben: Spielzeug, Puppen, Spiegel, Geschirr, Plattenspieler, Skulpturen, Dekorationsartikel, künstliche Blumen und vieles mehr. Im Oktober gibt es noch einmal einen Flohmarkt. Der erste nach der Winterpause findet im April 2017 statt. Anmeldungen sind per Mail an hakage1960@yahoo.de oder unter Tel.: 0171/ 107 929 (18.30 Uhr) möglich.

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