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Hammelburg
Verkehr

Verkehrskonzept für die Hammelburger Innenstadt

Ein Verkehrskonzept soll zeigen, wie die Fahrzeugströme in der Innenstadt künftig besser geleitet werden können.
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Der Durchgangsverkehr in der Bahnhofstraße wird ein Schwerpunkt der Untersuchung sein.Foto: Archiv/ Arkadius Guzy
Der Durchgangsverkehr in der Bahnhofstraße wird ein Schwerpunkt der Untersuchung sein.Foto: Archiv/ Arkadius Guzy
Seit rund 30 Jahren ist der Verkehr in der Innenstadt ein Dauerthema. Die Probleme sind nie konsequent gelöst worden. Doch das soll sich jetzt ändern.

Im Herbst arbeitet das Büro Link aus Stuttgart ein Verkehrskonzept für Hammelburg aus. Das beschloss der Stadtrat mehrheitlich. Vorgesehen sind Verkehrszählungen an wichtigen Knotenpunkten. Das Untersuchungsgebiet umfasst die Altstadt, geht aber auch leicht darüber hinaus. So sind zum Beispiel der Kreisel am früheren Amstgericht und die Rote-Kreuz-Straße mit drinnen.

Das Verkehrskonzept soll der erste Schritt für die Sanierung der Bahnhofstraße sein. Der Sinn des Gutachtens bleibt allerdings umstritten, wie die Stadtratssitzung zeigte. Sieben Stadträte vom CBB, der Bürgerliste Obereschenbach, den Grünen und der Jungen Liste stimmten gegen die Auftragsvergabe.

Reimar Glückler und Alexander Stolz vom CBB sowie Christian Fenn (Junge Liste) sahen das Gutachten nur als Ausflucht vor der eigenen Entscheidung. "Wir brauchen ein Gutachten, weil uns der Mut fehlt", meinte Stolz.
Glückler erinnerte an das Verkehrskonzept von Retzko und Topp von Ende der 1980er Jahre. Schon damals habe der Stadtrat nicht den Mut gehabt sich für eine der vorgeschlagenen Varianten zu entscheiden. Glückler mahnte: "Wir bekommen keine Ideallösung, sondern wieder mehrere Varianten vorgestellt. Und dann beginnen erneut die Diskussionen." Das Geld für das Gutachten könnte sich die Stadt also eigentlich sparen, wie Fenn meinte.

Die Ausarbeitung des Gutachtens durch das Büro kostet rund 27 000 Euro. Dazu kommen noch ungefähr 12 000 Euro für das Personal für die Verkehrszählung. Die Regierung von Unterfranken hat der Stadt allerdings einen Zuschuss von fast 19 000 Euro bewilligt.

Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) verteidigte das Verkehrskonzept: "Ohne das Konzept geht es nicht." Er verwies auf die vielen Einzelinteressen. Außerdem hofft die Stadt, dass das Verkehrskonzept ihr Zugänge zu Fördermitteln eröffnet.

Der Auftrag für das Büro umreißt das Untersuchungsgebiet mit den Problemstellen. Das sahen einige Stadträte kritisch. Sie setzten auf die Experten und plädierten quasi für ein weißes Blatt Papier mit dem das Büro arbeiten sollte. "Wir sollten gar nichts vorgeben", sagte Patrick Bindrum (CSU). Andere wie Rita Schaupp (SPD) wollten die Weberstraße und die Fuldaer Straße einbezogen sehen. Auch die Bonifatiusstraße wurde genannt. Bei der Verkehrszählung sollen auch Schüler mithelfen. Martin Wende (CSU) zweifelte, ob sie dafür geeignet sind.

Die Verkehrszählung findet ab September statt, weil es in den Sommermonaten Umleitungen wegen der Baustelle für den neuen Kreisel an der Saalebrücke geben wird. Das verfälscht die Verkehrsströme.
Der Verein für Wirtschaft und Stadtmarketing befürwortet das Verkehrskonzept. Er möchte, dass der Durchgangsverkehr aus der Bahnhofstraße verlagert wird, die Zugänglichkeit aber erhalten bleibt.





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