Laden...
Hammelburg
Freizeit

Vereine müssen für Hammelburger Hallen mehr zahlen

Vereine müssen ab dem neuen Jahr für die Nutzung der drei städtischen Hallen mehr bezahlen. Am stärksten betroffen ist davon der TV/ DJK Hammelburg.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Spiele der Hammelburger Volleyballer sorgen immer für eine volle Saaletalhalle. Foto: Archiv/ Hopf
Die Spiele der Hammelburger Volleyballer sorgen immer für eine volle Saaletalhalle. Foto: Archiv/ Hopf
Kein angenehmes Thema hat sich der Stadtrat so kurz vor Weihnachten aufgeladen. Es war zugleich aber ein Vorgeschmack auf die Diskussionen, die im neuen Jahr bevorstehen, wenn die Stadt ihre finanzielle Situation in den Griff bekommen muss.

Nach 24 Jahren erhöht die Stadt die Gebühren für die Saaletalhalle, die Turnhalle der Grundschule und die Sporthalle der Kinderkiste in Diebach. So müssen Vereine für die Belegstunde in der Einfachturnhalle künftig 5 Euro statt bisher 2,50 Euro und für die Dreifachturnhalle 15 Euro statt bisher 7,50 Euro zahlen.

Spieltage, die bisher gebührenfrei blieben, werden nun abgerechnet. Auch die Pauschalen für ganztägige Veranstaltungen und für Großveranstaltungen in der Saaletalhalle steigen von 75 auf 150 Euro beziehungsweise von 150 Euro auf 200 Euro. Neu ist, dass auch Jugendgruppen zahlen müssen. Für sie gibt es allerdings eine Ermäßigung von 50 Prozent ebenso wie zum Beispiel für den Behindertensport.

Viele Gespräche waren der Erhöhung vorausgegangen, wie Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) im Stadtrat erklärte. Denn das Thema sollte bei den Vereinen nicht emotional hochkochen. Im Vergleich zu anderen Städten sind die Gebühren laut Warmuth im unteren Bereich.

Der Bürgermeister verwies auf die lange Zeit, in der es keine Preissteigerung gab. Außerdem habe die Stadt in die Sportanlagen investiert. Warmuth erwähnte zudem das Spannungsfeld zwischen der Unterstützung für Jugend und Vereine und der Pflicht, den Haushalt zu konsolidieren.

Dass die Erhöhung ein heikles Thema ist, war den Stadträten klar. Rita Schaupp (SPD) sagte, dass die Vereine allerdings lange davon profitiert haben, dass die Gebühren nicht erhöht wurden. Martin Wende (CSU) erinnert daran, dass die Stadt für die Anlagen Geld in die Hand genommen habe. Die Erhöhung der Hallengebühren solle die Arbeit der Vereine nicht schmälern, meinte Christian Fenn (Junge Liste). "Es sind äußere Zwänge, denen wir uns beugen müssen." Da die Nutzung der Hallen als gewerblicher Betrieb gesehen wird, muss die Stadt steuerrechtliche Vorgaben bei der Gebührensetzung beachten.

Nachdem Reimar Glückler (CBB) mit dem Antrag gescheitert war, zumindest die Gebühr für Großveranstaltungen zu reduzieren, stimmten die Stadträte mit 17:5 für die Erhöhung.

Was die neue Regelung für den TV/ DJK bedeutet, erklärte Michael Hannawacker, einer der drei gleichberechtigten Vorsitzenden des Vereins. Demnach rechnet der TV/ DJK mit 12 000 Euro Mehrausgaben im Jahr. Hannawacker sprach von Zahlen, "die Bauchschmerzen bereiten". Er dankte aber für die frühzeitigen Gespräche. Der Verein müsse behutsam mit den Mitgliedsbeiträgen umgehen, da es nicht einfach sei, Mitglieder zu halten. Im April steht die Delegiertenversammlung an. Dann wird sich zeigen, wie der TV/ DJK auf die Erhöhung reagiert.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren