Gauaschach
Asyl

Verein zieht Unterkunftsangebot im Emmaushof zurück

Der Emmaushof wird jetzt doch nicht als Wohnheim für Asylbewerber neu belebt.
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Der Emmaushof bleibt vorerst ungenutzt. Foto: Archiv/ Arkadius Guzy
Der Emmaushof bleibt vorerst ungenutzt. Foto: Archiv/ Arkadius Guzy
Der Verein "Emmaushof Gauaschach" hat sein Vermietungsangebot zurückgezogen, wie aus dem Landratsamt Bad Kissingen auf Nachfrage bestätigt wurde.

Der Verein wollte das Gebäude ursprünglich an den Landkreis vermieten, damit dieser dort bis zu 14 Asylbewerber unterbringen könnte. Am vergangenen Mittwoch fand in Gauaschach eine Bürgerversammlung dazu statt. Insbesondere erläuterte das Ehepaar Pollak ihr Vorhaben. Unmittelbar darauf fiel in einer Vorstandssitzung dann die Entscheidung, von der Vermietungsabsicht zurückzutreten.

Richard Pollak wollte sich auf Nachfrage zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht dazu äußern. Ein Grund für den Rückzug dürfte gewesen sein, dass das Ehepaar bei der Betreuung der Unterkunft auf Hilfe angewiesen wäre, da es selbst zu weit weg wohnt.

So wollte der Verein eine hauptamtliche Kraft einstellen, die sich um die Flüchtlinge kümmern sollte. Sie sollte - ähnlich wie es in der Unterkunft im Hammelburger "Hirschen" der Fall ist - den Flüchtlingen helfen, sich in der neuen Umgebung einzuleben. Der hauptamtlich Beschäftigte sollte nach Möglichkeit aus dem Stadtteil kommen, doch es fand sich kein Interessent für die Stelle.

Auch sonst zeigten die Gauaschacher Zurückhaltung, was mit der Geschichte des Emmaus hofs zusammenhängt. Das Haus wurde 1996 als Wohn- und Lebensgemeinschaft für Strafentlassene eingerichtet. Diese Nutzungsform förderte Skepsis im Ort. Seitdem ist die allgemeine Wahrnehmung vieler Gauaschacher auf das Haus und den Verein nicht ohne Vorbehalte, auch wenn der Emmaushof heute schon seit längerer Zeit leer steht.


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