Elfershausen
Investieren

Variante mit Pavillon erschien Gemeinderäten zu teuer

Die Entscheidung für den Bau eines neuen Feuerwehr-Gerätehauses im Mischgebiet "Trimberger Weg" ist endgültig gefallen.
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Der Gemeinderat Elfershausen entschied sich in Sachen Mehrgenerationenplatz (Foto) nicht für einen teuren Pavillon, sondern für eine abgespeckte Version. Foto: Winfried Ehling
Der Gemeinderat Elfershausen entschied sich in Sachen Mehrgenerationenplatz (Foto) nicht für einen teuren Pavillon, sondern für eine abgespeckte Version. Foto: Winfried Ehling
Im Beschluss willigte der Gemeinderat ein, der Wehr ein Areal von rund 3000 Quadratmeter für den Neubau zur Verfügung zu stellen. Der Markt sucht noch einen Fachplaner, der "nicht einfach zu finden ist", sagte Bürgermeister Karlheinz Kickuth.

Über den Antrag der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), die diesem Gelände eine Unterstellhalle für ihr Equipment angliedern möchte, entschied der Rat nicht. Die DLRG muss aus ihrem bisherigen Standort im Lager Hammelburg ausziehen und sucht händeringend ein Grundstück von etwa 300 Quadratmetern Größe für ihr Vorhaben.

Hier wollte das Ratsgremium der Feuerwehr nicht vorgreifen und deren Entscheidung abwarten. "Wir wollen der Feuerwehr keinen Partner aufzwingen. Die beiden sollten sich erst einmal besprechen", erklärten der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Englert und Alfons Hausmann unisono. Einigung erreichte der Vorschlag, der DLRG das gewünschte Areal zu reservieren, doch für Festlegungen sei es zu früh.

Keine Zustimmung fanden die Vorschläge des Büro Dietz zur Erstellung eines Pavillons aus dem im Bau befindlichen Mehrgenerationenplatz. Landschaftsplaner Valentin Dietz erarbeitete mehrere Alternativen - aus Holz wie aus Stahl - für einen Pavillon, die dem Ratsgremium jedoch alle zu teuer erschienen.

"Wir sollten warten, bis das Gelände fertiggestellt ist und können dann entscheiden", meinte Rainer Kuhn. Nach Ansicht mehrerer Räte könnte der eigene Bauhof eine solche Schutzhalle wesentlich preiswerter erstellen. Die vorgesehene Fläche wird befestigt. Weitere Planungen behält sich der Gemeinderat vor.


Thema Wohnmobilstellplatz

Eine abgespeckte Version des Wohnmobilstellplatzes Langendorf genehmigte der Rat nach längerer Debatte. Der Bautechniker des Marktes, Uwe Mützel, legte eine Kostenzusammenstellung für mehrere Varianten vor, die aber den meisten Räten aufgrund des Preises "nicht schmeckte". Lediglich Günter Zink stellte sich auf den Standpunkt: Wir sollten etwas Gescheites machen."


Schotterrasen und Schilder

Gegen seine Stimme fiel der Beschluss - und Vorschlag Kickuths - den künftigen Wohnmobilstellplatz nur mit einem Schotterrasen und Hinweisschildern, aber ohne Beleuchtung auszustatten und "erstmal zu schauen, wie das Projekt angenommen wird". Dieser Vorschlag ist wesentlich preiswerter und so die Minimalversion der Maßnahme.

Als aufwendig und kostenträchtig stellte sich ein Antrag von Helmut Nies heraus, der Maßnahmen zum Hochwasserschutz am Oberlauf des Deisselbachs vorschlug. Die Gemeinde holte eine Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamts (WWA) ein, das nach eigenem Bekunden erst ein Hochwasserrückhaltungskonzept erstellen müsste. Zwar seien Zuwendungen zu erwarten, jedoch ist es mit ein paar "Steinen und Mäuerchen" nicht getan, teilte die Behörde mit. Der Marktgemeinderat stellte diesen Antrag zurück und vereinbarte einen Ortstermin mit dem Bauausschuss und Mitarbeitern des WWA.


Schädlinge im Kirchengebälk

Schädlinge fressen sich durch das Gebälk der Engenthaler Kirche. Dem ist nach Dafürhalten des Diözesanbauamts Einhalt zu gebieten. Der mit der Angebotseinholung beauftragte Restaurator Siegfried Scheder ermittelte die Firma Binker aus Lauf mit rund 7100 Euro als günstigsten Anbieter. Die Diözese gibt 20 Prozent Zuschuss, die Gemeinde, die den Rest trägt, hofft außerdem auf einen Zuschuss der Kirchenverwaltung.

Keine Einwände gab es gegen die Bauvorhaben. Der Neubau von zwei Lagerhallen und einer offenen Lagerhalle mit Überdachung in der August-Ullrich-Straße 44, der Wohnhausneubau mit Carport im Baugebiet "Engenthal West" und der überdachte Abstellplatz mit Geräteschuppen in der Kilianstraße 3 passierten ohne Gegenstimme. Auch eine Bau-Voranfrage über den Einbau von Dachgauben in der Langendorfer Föhrenstraße 3 ist positiv entschieden.

Eine Absage erhielt die Firma Enerparc (Leipzig), die entlang der Autobahn oder des Schienenwegs Photovoltaikanlagen errichten will.
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