Oberthulba
Basteln

Unterschlupf für die Insekten

Für Florfliegen und Ohrwürmer griffen die Kinder zum Bohrschrauber und bauten ihnen Hotels.
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In der Werkstatt von Johannes Schmück ging es hoch her. Mit Feuereifer waren die Kinder bei der Sache und bauten mit viel Geschick die vorbereiteten Teile zu neuen Insektenhotels zusammen. Fotos: Günter Straub
In der Werkstatt von Johannes Schmück ging es hoch her. Mit Feuereifer waren die Kinder bei der Sache und bauten mit viel Geschick die vorbereiteten Teile zu neuen Insektenhotels zusammen. Fotos: Günter Straub
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Damit die vielen kleinen Nützlinge wie Wildbienen, Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer und andere mehr ein schönes Zuhause haben, haben die Kinder gebastelt. Und das mit großem Spaß, wie man sofort merken konnte. Selbst die Mädchen scheuten sich nicht und griffen gerne zum Bohrschrauber. Auch wurde eifrig mit dem Hammer geschafft.

Die kleine Tiara und auch die junge Lara wussten, warum gebastelt wird: "Wir bauen kleine Hotels, und die sollen den Bienen und kleinen Insekten, die wir für unsere Natur brauchen, eine Wohnung sein." Auch Amelie war mit viel Eifer dabei: "Die Insekten bestäuben wie die Bienen die Bäume, damit wir das leckere Obst, also Kirschen, Äpfel und Birnen, bekommen." Dass alles beim Bauen bestens klappte, dafür hatte Johannes Schmück vorgesorgt. Er, der gelernte Schreiner, arbeitet als Fachlehrer für die Schreiner an der Bad Kissinger Berufsschule. Tage vorher hatte er schon die Brettchen gesägt, gehobelt und für das Zusammenbauen fertig gemacht.

Siebzehn Mädchen und Buben waren es, die dem Ruf des Vereins für Gartenbau und Landespflege gefolgt waren, um beim Herstellen der kleinen Insektenhotels dabei zu sein. Auch einige Mütter und Väter waren dabei. Es war ein eifriges und geselliges Treiben in der Werkstatt von Johannes Schmück. Letzterer gab den Kleinen und Großen Tipps, was sie machen können. Die ganze Familie Schmück war im Einsatz. "Es macht so richtig Spaß zu sehen, wie alle so begeistert bei der Sache sind", sagte Vorsitzende Margot Schottdorf. Sie bohrte die Löcher in der Rückwand der Hotels vor. "Es hat jeder seine Aufgabe."

Während die Kinder eifrig in der Werkstatt bauten, bereitete Ursula Beiersdörfer im Freien die Behausungen für die Insekten vor. Sie schnipselte die Schilfröhrchen auf die richtige Länge. Etwa acht Zentimeter lang müssen die Röhrchen sein, die dann eingepasst werden. Die Tannenzapfen, die ebenfalls die Insekten aufnehmen, wurden vorbereitet.

Besonders freuten sich die Kleinen darüber, dass sie ein Hotel mit nach Hause nehmen durften. "In unserem Garten soll es dann eine Wohnung für die Insekten werden", freut sich Amelie. Dafür, dass sich Kinder und Helfer stärken konnten, hatten die Mütter gesorgt: "Das sind uns die Kleinen doch wert, schaffen sie doch für eine gesunde Umwelt", so die Vorsitzende.

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