Untereschenbach
Ehrung

Untereschenbacher Gesangverein ehrt seine langjährige Dirigentin

Seit 1921 gibt es den Gesangverein Hoffnung. Die engagierten Aktiven vermitteln mit ihrer ansteckenden Lebendigkeit aber den Eindruck, als sei ihr Chor gerade frisch gegründet worden.
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Im Takt: Die Chemie im gemischten Chor stimmt. Fotos: Gerd Schaar
Im Takt: Die Chemie im gemischten Chor stimmt. Fotos: Gerd Schaar
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"Singen ist ein Stück Leben. Singen ist die pure Freude", sagt Chorleiterin Heike Schmitt. Seit 25 Jahren schwingt sie den Taktstock. Dafür bekommt sie von Siegfried Gottwald, dem Vorsitzenden der Sängergruppe im Landkreis Bad Kissingen, und von der Vereinsvorsitzenden Lydia Oppelt eine Ehrung.

"Sie haben hier sehr gute Arbeit geleistet und einen tollen Klangkörper geschaffen", lobt Gottwald in der Jahreshauptversammlung. In heutzutage hektischen Zeiten sei es eine Wohltat, dem Gesang des Chors zuzuhören.
"Etwa die Hälfte unserer Sänger kommt zu den Proben jeden Donnerstag auch aus dem weiteren Umkreis - zum Beispiel aus Adelsberg - angereist", erklärt Schmitt. Und dann seien die Sänger auch noch ganz pünktlich. Offenbar stimmt die Chemie. Man freut sich über das Zusammentreffen und genießt die Gemeinschaft.

Spontane Konzerte

Es gibt auch keine langen Diskussionen, wenn kurzerhand ein spontanes Konzert wie zum Beispiel in Neumünster oder Bamberg ertönen soll. Regelmäßig gesungen werde zu runden Geburtstagen, beim Frühjahrskonzert, zu Konfirmationen, zur Kirchweih, zum Erntedank, zum Advent und zur Weihnachtszeit, wie aus dem Jahresbericht von Schriftführerin Dagmar Weigand zu erfahren ist. Außer der Reihe tauchten 2013 noch Termine zum Tag der Reservisten auf der Trimburg und zum Würzburger Weihnachtsmarkt auf.

"Ich singe schon seit 60 Jahren begeistert mit", sagt Margit Schärpf. Bereut habe sie ihren Einsatz für den Chor noch nie. "Nachdem ich früher immer Alt gesungen habe, singe ich seit ein paar Jahren sogar im Tenor, weil dort Stimmen fehlen", erklärt Schärpf. Der Gesang mache ihr große Freude. "Auch das Vereinsleben gefällt mir."
Eine Lieblingsstilrichtung habe sie nicht: "Ich singe alles gerne." Auch wenn internationale Kompositionen auf dem Notentisch liegen wie zum Beispiel englische, russische oder afrikanische Lieder. "Noch hält meine Stimme alles aus", freut sich Schärpf.

Der Gemeinschaftsgedanke bringe sie nach ihrem Wegzug aus Untereschenbach weiterhin in ihren Heimatort zurück, sagt die Wahl-Hammelburgerin Schärpf. "In Untereschenbach habe ich 50 Jahre lang gewohnt." Als Zehnjährige sang Schärpf im Schola-Chor von Oberthulba mit. "Das war damals etwas ganz Tolles, was es nicht überall gab." Schärpf freut sich, dass es im Untereschenbacher Chor zurzeit auch einige jüngere Aktive gibt.

Seit vielen Jahren dabei

"Mehr als die Hälfte unserer 29 Aktiven sind Frauen", berichte Vorsitzende Lydia Oppelt. Insgesamt seien es 63 Vereinsmitglieder. Ortrud Böhm, Gabi Kühnl, Lothar Nöth, Angelika Scheuring und Manfred Scheuring leihen dem Chor seit zehn Jahren ihre Stimme.

Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft bekommt auch Irene Zeitz eine Auszeichnung in der Jahreshauptversammlung. Ria Fischlein gehört dem Verein seit 40 Jahren an. Hans Seuffert ist seit 25 Jahren dabei, Ingrid Bold und Erwin Oppelt seit zehn Jahren.

Ein Dank geht auch an die fürsorgliche Chor-Wirtin Margot Bayer, die auch auf der Bühne mitsingt. "Unser Chor ist ein kultureller Plusfaktor für Untereschenbach mit Wirkung weit über das Dorf hinaus", meint zweiter Vorsitzender und Ortsbeauftragter Georg Schuler.


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