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Westheim bei Bad Kissingen
Faschingsumzug

Tierisch viel Gaudi

Die Narren griffen thematisch die Pappeln, den Gestank im Gewerbegebiet und die dunkle Brücke humorvoll auf.
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Die Gesangs-Gruppe "The Voices" retteten anschaulich als lebende Tiere die Artenvielfalt. Foto: Gerd Schaar
Die Gesangs-Gruppe "The Voices" retteten anschaulich als lebende Tiere die Artenvielfalt. Foto: Gerd Schaar
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Die Ortsdurchfahrt von Westheim war voller Zuschauer, als sich der närrische Gaudiwurm am Sonntagnachmittag dort seinen Weg bahnte. Vereinsring-Kommentator Waldemar Greß brachte es auf den Punkt: "Bei diesem schönen Wetter dürften es mindestens so viele Besucher sein wie beim vergangenen Faschingszug". Und die wurden mit etwa 5000 Gästen beziffert.
Eines wurde recht deutlich: die Westheimer halten mit ihrer Meinung nicht zurück und sprechen besonders die lokalen Themen gerne an. So zum Beispiel die Aktiven von ansässigen Film- und Fotoclub, die als Nachtwächter der gesperrten Brücke für Beleuchtung sorgten: "In Westheim gibt´s Brücken-Nachtwächter ab jetzt, in Hammelburg wurden wir durch LEDs ersetzt".
"Uns Waster stinkts", nannte die Gruppe Silvester und Wanderclub ein Abluft-Problem aus dem Gewerbegebiet beim Namen. Dabei ließen sie dicke Qualmwolken aus ihrem Schornstein entweichen und eine Fußgruppe Stinktiere in Aktion treten. "Ja, selbst das Stinktier hat einen besseren Duft", konnte man auf dem Schild des Motivwagens lesen.


Malerische Kreuzfahrt

Nicht fehlen durfte die engagierte Ortsbeauftragte und Stadträtin Gabriele Ebert. Sie begab sich mit dem Kapitän von Westheim und Diebach auf eine malerische Kreuzfahrt. In Hintergrund für dieses Thema hatte die Garagentormalerei der Fellas aus Diebach gestanden, die der Hammelburger Stadtrat entfernen lassen will.
Insgesamt 22 Zugnummern mit 350 Teilnehmern zu Fuß oder auf Motivwagen seien gemeldet, sagte Greß. Weitere 300 Personen seien für die Verköstigung und für die Sicherheit im Einsatz. Musikkapellen aus Aura und Fuchsstadt sowie Gastgruppen aus Feuerthal, Obererthal, Oberthulba, Obersfeld, Ramsthal und Schwärzelbach reihten sich in den Faschingszug ein. Groß war die Beteiligung der übrigen Westheimer.
Der Warsteiner-Club kam der Großwetterpolitik durch richtiges Lesen auf die Spur. Der Kegelverein Walter Schultheis ging der Frage nach: "Wer war zuerst da - die Bootsfahrer oder die Pappeln auf der Saaleinsel?".


Paradiesvögel und Flugpersonal

Als bunte und immer charmante Paradiesvögel zogen die heimischen Kümmi-Damen durch die Welt. "Durst ist Trumpf", meinte die Stammtisch-Gruppe und betätigten sich als Kopfgeldjäger für den FC. Die Gesangs-Gruppe "The Voices" retteten anschaulich als lebende Tiere die Artenvielfalt. Die Gruppe "Fire Hawk´s" bezogen als Flugpersonal ihre Streikposition. Als bunte Troll-Gestalten präsentierte sich die Gruppe um Miriam Ebert. "Heute schon gelacht?", wollten die jungen Smileys wissen und gaben entsprechende Anregung durch große Schilder. Als Superhelden waren die Aktiven vom 1. FC Westheim unterwegs.

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