Thulba
Bürgerversammlung

Thulbaer diskutieren über Investition in ihre Turnhalle

Die Gemeinde Oberthulba muss in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro für ihre Einrichtungen im Ortsteil Thulba in die Hand nehmen.
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Thulbatalhalle. Wenn sie geändert wird als Versammlungsstätte, sind hohe Kosten für bauliche Veränderungen zu erwarten.
Thulbatalhalle. Wenn sie geändert wird als Versammlungsstätte, sind hohe Kosten für bauliche Veränderungen zu erwarten.
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Die Gemeinde muss in den kommenden Jahren viel Geld in der Propsteigemeinde Thulba investieren. Das kündigte Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FW) in der gut besuchten Bürgerversammlung an. So steht die 2,2 bis 2,5 Millionen teure Sanierung der Kindertagesstätte an, dazu kommt die Nutzungsänderung der Thulbatalhalle. Dafür liegen die ersten Kostenschätzungen bei 550 000 Euro. Der Umbau des Wasserwerkes läuft bereits, die Kostenberechnungen für das Projekt sind mittlerweile auf 1,2 Millionen Euro gewachsen.
In einem schlechten Zustand befinde sich auch die Erschließungsstraße "Hinter der Mauer" und für die Innerortsentwicklung soll ebenfalls einiges passieren. Hier stehen auf der Wunschliste die Verbesserung des Umfeldes im Bereich der ehemaligen Propstei und die Sanierung der historischen Klostermauer. Das alles waren auch Themen, die in der Versammlung offen, rege und immer fair angesprochen wurden.
Rege wurde auch die Sanierung der 1976/77 mit viel Eigenleistung erbauten Thulbatalhalle diskutiert. Viele waren beeindruckt von der ersten Kostenschätzung. Die bislang reine Turnhalle soll zur offiziellen Versammlungsstätte umgebaut werden. Die Halle gehört dem FC und dem Schützenverein, wird aber auch als Schulturnhalle genutzt. In der Versammlung wurde sie als sehr wichtig für die Erhaltung des gesellschaftlichen Lebens in Thulba betrachtet.
"Die Zahlen, die jetzt genannt wurden, sind frisch und müssen diskutiert werden, sowohl im Verein, wie auch in der Ortsgemeinschaft. Die Veränderungen im Sport zeigen, dass auch innerhalb der Sportvereine immer mehr zusammengearbeitet werden muss", sagte der Vorsitzende des FC, Dietmar Werner.
"Derzeit stehen wir mitten in der Planung", verweis Schlereth bei der Kindertagesstätte auf vier Varianten, deren Kostenschätzung von 2,2 bis 2,5 Millionen Euro gehen. Zudem diskutiert der Gemeinderat demnächst eine neue Planung, die einen dreigruppigen Kindergarten auf einem unmittelbar neben den derzeitigen Gebäuden liegenden Gemeindegrundstück vorsieht. Der bisherige Kindergarten könnte dann für Veranstaltungen in der Dorfgemeinschaft, als Pfarrsaal sowie für Senioren genutzt werden. Weiter könnte er den Kindern als Turnsaal dienen.

Kosten sind zum Teil noch offen

Die Bücherei sollte nach diesen Vorstellungen in das Treppengiebelhaus umgesiedelt werden. Im jetzigen Bereich platzt sie aus allen Nähten und die Statik macht aufgrund der großen Belastung Sorgen. "Was diese neue Idee kosten wird, ist noch offen. Bevor wir das feststellen, müssen wir wissen, was wir wollen und da ist eine gemeinsame Planung die wichtigste Phase."
Pfarrer Karl Theodor Mauer sprach die Trennung von Kirche und Gemeinde an und schlug vor, bei den Planungen auch die Diözese mit einzubeziehen. Laut Bürgermeister soll der St.Elisabethenverein Träger bleiben, selbst wenn auf Gemeindegrund neu gebaut werde.
Herbert Fröhlich meldete sich in der Diskussion zu Wort: "Bei allen Sanierungen und Maßnahmen dürfen wir unsere Straßen nicht vergessen." Nicht jeder alte Keller müsse saniert werden. Wichtig sei, das man hier Prioritäten setzt. Gegen 23.30 Uhr sagte der 2. Bürgermeister und Ortsbeauftragte Manfred Manger, dass vieles angesprochen worden sei, man werde sich um die Vorschläge im Gemeinderat kümmern. Bürgermeister Schlereth dankte Bürgern, Vereinen und Organisationen für deren Unterstützung.
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