Sulzthal

Staudämme können teuer werden

Des einen Freude ist manchmal des anderen Leid. So jedenfalls scheint es zu sein, wenn Kinder an Fließgewässern ihre eigenen Staudämme bauen und ihren Spaß daran haben.
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Kinder errichten manchmal Dämme im Sulzbach, der in der so genannten Brunnenstube im Dorfplatzbereich offen zugänglich ist. Bürgermeister August Weingart warnte, das kann zu teuren Sanierungsmaßnahmen führen. Foto: Gerd Schaar
Kinder errichten manchmal Dämme im Sulzbach, der in der so genannten Brunnenstube im Dorfplatzbereich offen zugänglich ist. Bürgermeister August Weingart warnte, das kann zu teuren Sanierungsmaßnahmen führen. Foto: Gerd Schaar
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"Am Brunnenbecken unseres Dorfplatzes sollten die Kinder das nicht tun", warnte Bürgermeister August Weingart in der Gemeinderatssitzung eindringlich vor Folgeschäden.
Denn das aufgestaute Wasser nehme unkontrolliert seinen Lauf. Und wenn die von Kinderhänden errichteten Steindämme einbrechen, werde viel Material in den weiterhin unterirdisch verlaufenden Sulzbach eingeschwemmt und es könnte zu recht teuren Sanierungsarbeiten kommen. Weingart appellierte an die Eltern, ein wachsames Auge auf ihre Kinder zu haben. Das Steinmaterial für die Kinderdämme stamme von den unmittelbar benachbarten Baumbeeten rund um die Brunnenstube.
Um die Öffnungszeiten ging es bei der Satzungsänderung des ansässigen Kindergartens. Die Marktgemeinde Sulzthal verschaffte sich hiermit die Möglichkeit, die bisher starren Öffnungszeiten durch eigens verordnete kurzfristig zu ersetzen. "Es ändert sich momentan nichts für den täglichen Betrieb", beruhigte Weingart die Räte. Doch räume sich die Gemeinde damit die Handlungsfreiheit ein, flexibel reagieren zu können. "Kein anderer als die Gemeinde darf die Öffnungszeiten ändern", trat Weingart einigen Bedenken entgegen.
Weiterhin berichtete Weingart von einer routinemäßigen Ortsbesichtigung Anfang Mai im Kindergarten "Gern & Groß". Bei der sicherheitstechnischen Begehung sei festgestellt worden, dass ein Balken ausgetauscht und die Türen so gesichert werden sollen, so dass Kinderhände nicht gequetscht werden können. Auf dem KiTa-Spielplatz stehe eine kleine Nachbesserung für ein Gerät an.
"Inzwischen liegt mir auch die Abrechnung von der vergangenen Veranstaltung vor und ich danke dem Elternbeirat für dessen Einsatz", sagte Weingart. Immerhin seien rund 450 Euro Gewinn aus dem Kindergartenfest erzielt worden. Beim Maibaumfest seien es sogar 1200 Euro gewesen. Da gebe es Überlegungen, ob dieser Betrag in ein attraktives Sulzthaler Wappen investiert werde, das seinen Platz am Wirtschaftsgebäude auf dem Dorfplatz erhalte.
Grünes Licht gab es für die Sanierung von zwei defekten Straßenleuchten in der Waldstraße. Die Kosten für beide Lampen lägen bei 4000 Euro, berichtete Weingart von einem Angebot der Bayernwerke. Allerdings behält sich der Gemeinderat noch eine Begehung vergleichbarer Objekte in der Ermstaler Straße vor, bevor der Auftrag erteilt werden soll. Eine Großübung mit Hubschrauberlandung Richtung Euerdorf meldete die Bundespolizei für den 30. Juni an.
"Die Erarbeitung des Kernwegenetzes ist eine wichtige Angelegenheit der Saaletal-Allianz", sagte Weingart. Die Frage, wen Sulzthal als Vertreter entsenden soll, war schnell geklärt. Denn es sollten die Vertreter aller Interessen für Gemeinde, Landwirtschaft, Forst, Jagd und Feldgeschworene mitreden.
Entsandt werden Bürgermeister August Weingart, Zweite Bürgermeisterin Gabriele Dehmer, Dritter Bürgermeister Johannes Büttner, Feldgeschworenen-Obmann Alfred Tremer, Feldgeschworener und Gemeinderatsmitglied Willi Diez, die Jagdpächter Robert Schmitt und Helmut Keller sowie BBV-Obmann Josef Büttner und Jagdgenosse Bruno Herterich als Vertreter der Landwirtschaft.

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