Hammelburg
Bildung

Spiel zu den hammelburger Störchen

Drei FÖJler haben für den Naturpark Bayerische Rhön ein unterhaltsames Unterrichtsangebot zu den Vögeln entwickelt.
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Schüler ziehen mit den Störchen nach Afrika. Foto: Arkadius Guzy
Schüler ziehen mit den Störchen nach Afrika. Foto: Arkadius Guzy
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Ein rot gefärbtes Holzstäbchen am Daumen und eins am Mittelfinger - fertig ist der Storchenschnabel. So picken Schüler Frösche, Eier, Schnecken und Regenwürmer auf, um sie ins Nest zu bringen. Schließlich brauchen Jungstörche viel Futter. Allerdings sind die Frösche, Eier, Schnecken und Regenwürmer nicht echt. Sie sind aus Fruchtgummi.

Die Futtersuche gehört zum Storchenspiel, das Felix Räder, Fabian Kirchner und Niels-Constantin Haupt für den Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön entwickelt haben. Die drei machen ein freiwilliges ökologisches Jahr. Sie befassten sich mit dem Leben der Störche und verfolgten zum Beispiel die Einträge auf der Hammelburger Storchen-Internetseite, wie Fabian Kirchner erklärt.


Natur in der Stadt

Das Wissen stellten sie zu einem unterhaltsamen Lehrangebot zusammen: Die Teilnehmer des Spiels gehen nicht nur auf Futtersuche, sie begleiten die Störche bei einem Würfelspiel auf der Ost- oder Westroute nach Afrika. Auch ein Nest können die Kinder versuchsweise bauen. Sie müssen dazu Zweige um ein Rad flechten.

Das Spiel ist zum Treffen der Junior-Ranger Ende Mai entstanden. Jetzt soll es bekannter werden, damit es Schulen und Kindergärten nutzen. Das wünscht sich Claus Schenk, Fachbetreuer Umweltbildung beim Naturpark. Mit dem Storchenspiel soll Hammelburg als Erweiterungsgebiet des Biosphärenreservats an das Lehrangebot angebunden werden. Schenk kann sich auch weitere Angebote zum Beispiel in Verbindung mit Gästeführungen vorstellen. Ein Thema könnten Weinbergswildkräuter sein. "Hammelburg natürlich entdecken" gehörte auch schon während des Stadtfestwochenendes und Rhöner Wandertags zum Tourenprogramm.

Die Schüler die das Spiel nun ausprobieren kommen von einer französischen Austauschschule des Frobenius-Gymnasiums. Lehrerin Doris Küth hatte den Kontakt gesucht. Anfang Mai waren zuerst Hammelburger Gymnasiasten in Frankreich, nun statten die französischen Schüler bis Montag einen Gegenbesuch ab, um die Saalestadt kennenzulernen.

Die Störche dürfen dabei nicht fehlen. Vor dem Spiel hat Christian Fenn erklärt, wie die Storchen-Webcam funktioniert und wie die Störche auf dem Mönchsturm leben. Er zeigte dazu Bilder aus den vergangenen Storchenjahren.

Die französischen Schüler werden noch mehr Natur um Hammelburg kennenlernen: Am Freitag wandern sie im Weinberg am Schlossberg. Sie erfahren dort Wissenswertes über Bio-Weinbau und Weinbergswildkräuter, aus denen sie Smoothies zubereiten.


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