Oberthulba

Sorge wegen zu schneller Autos in Oberthulba

Der rege Verkehr auf der Hammelburger Straße war das zentrale Thema der Bürgerversammlung. Etliche Bürger wünschen sich einen Zebrastreifen.
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Zwischen Apotheke und Sparkasse in der Hammelburger Straße wünschen sich viele Bürger einen Zebrastreifen, wie bei der Bürgerversammlung in Oberthulba deutlich wurde. Bürgermeister Schlereth brachte eine Verkehrsüberwachung in dem Bereich ins Gespräch. Foto: Günther Straub
Zwischen Apotheke und Sparkasse in der Hammelburger Straße wünschen sich viele Bürger einen Zebrastreifen, wie bei der Bürgerversammlung in Oberthulba deutlich wurde. Bürgermeister Schlereth brachte eine Verkehrsüberwachung in dem Bereich ins Gespräch. Foto: Günther Straub
Gut besucht war die Bürgerversammlung, die von der Ortsbeauftragten Margot Schottdorf eröffnet wurde. Anwohnerin Ellen Halbig verwies auf den zunehmenden Verkehr in der Hammelburger Straße im Bereich Sparkasse und Apotheke. "Als Fußgängerin bin ich dort immer unterwegs und kann die Situation besser beurteilen als jeder Autofahrer. Die Senioren können oft den Verkehr nicht mehr so einschätzen, sie tun mir leid", bekräftigte Halbig. Für ihren Vorschlag, einen Zebrastreifen zwischen Apotheke und Sparkasse anzulegen, gab es Beifall in der Versammlung.
Die Autofahrer hielten sich nicht an das dort geltende Tempolimit von 30 Stundenkilometern, betonte Anton Schorn. "Es kracht dort immer wieder", so der Apotheker. Auch Wolfgang Mauder vom Baumgarten klagte über zu schnelles Fahren: "Die Fahrzeuge kommen von Richtung Hammelburg und fahren mit 70 bis 80 Stundenkilometer statt mit 30, was für die Linksabbieger aus der Straße Baumgarten schon zum Problem wird. Durch die Kurve sieht man die Fahrzeuge nicht kommen." Mauder schlug vor, die 30er-Zone in der Hammelburger Straße zu erweitern.
Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU-FW) regte an, die kreisliche Verkehrsbehörde vor Ort zu holen. Doch hätten bisherige Gespräch gezeigt, dass ein Zebrastreifen nur genehmigt werden könne, wenn in einer Stunde 50 bis 100 Bürger die Straße überquerten und hier auch ebenso viele Fahrzeuge in dieser Zeit unterwegs seien. "Es wird also schwer werden", meinte der Bürgermeister.
Durch die zwei Märkte in der Hammelburger Straße sei der Verkehr zwar merklich größer geworden, doch die genannten Zahlen würden nicht erreicht. Verbessern ließe sich die Situation durch eine Verkehrsüberwachung. Da müsste aber der Gemeinderat zustimmen. "Oft geht es nur, wenn es Geld kostet", so Schlereth.

Stromtrasse: Bedarf klären

Ein weiteres Thema war die Stromtrasse, wozu Bürgermeister Schlereth den Plan auflegte. Bernd Keller stellte fest, dass im Bereich Oberthulba die Orte an der Trasse teils nicht aufgeführt seien. Ob das wohl Absicht sei, und man die Ortschaftsdichte nicht sehen wolle, fragte er.
Der Bürgermeister betonte, zunächst müsse geklärt sein, ob die Stromleitung überhaupt nötig sei. Erst danach komme das Wie. Vielen sei nicht klar, welche Auswirkungen die "Riesenmasten" in der Natur hätten. Besser wäre es gewesen, die Bürger vorher einzubeziehen, was der Politik vorzuwerfen sei. "Wir werden jedenfalls Rechtsbeistand mit anderen Kommunen dazu ziehen", so Schlereth.
Oberthulba hat entlang der geplanten Leitung 5,7 Kilometer Wald. Zum Großteil seien diese Flächen mit Recht belastet, was mit den Oberthulbaer Rechtlern noch geklärt werden müsse. Wolfgang Reidelbach informierte, dass immer mehr gemeindliche Grünflächen zu Wald würden. Diese Grünflächen sollte man doch erhalten. Bürgermeister Schlereth versprach, wegen der Pflege mit dem Landschaftspflegeverband zu reden. Weitere Themen waren das Herbstlaub auf Radwegen und die Vollsperrung der Kissinger Straße, wenn beide Brücken neu gebaut werden.

Konstante Schülerzahl

Zu Beginn der Sitzung informierte der Bürgermeister über die Situation des Marktes. Von 5021 Einwohnern sind 1531 mit Hauptwohnsitz in Oberthulba gemeldet. 104 Zuzügen stehen dort 81 Wegzügen gegenüber. Die Schülerzahl der Thulbatal-Schule blieb mit 277 konstant. Beschult werden die Jahrgangsstufen 1 bis 4 zweizügig in Thulba und Oberthulba. Die Klassen 5 bis 9 sind einzügig und gehen in Oberthulba zur Schule. Auch die Mittagsbetreuung mit etwa 100 Essen täglich laufe gut, unterstrich Schlereth.

263 Baugrundstücke

"Wir haben mit 263 Baugrundstücken einen sehr hohen Bestand freier Plätze", appellierte der Gemeindechef besonders an die Oberthulbaer Eigentümer, sich stärker am Verkauf zu beteiligen. Derzeit befinden sich 71 Plätze in der Sitzgemeinde in Privateigentum. Die Gemeinde selbst hat derzeit keine freien Plätze in Oberthulba. Das Seniorenhaus Thulbatal, das nach der Fertigstellung 2015 von der Carl von Heß'schen Stiftung in der Quellenstraße betrieben wird, macht Fortschritte. Eine Info-Veranstaltung für die Bevölkerung ist für 6. November im Pfarrsaal in Oberthulba geplant.

Millionenschwere Vorhaben

Während die Vorhaben für Oberthulba den Elf-Millionen-Euro-Haushalt heuer noch nicht so stark belastet haben, sieht es für die kommende Zeit schwieriger aus. Der Ausbau der Unteren und Oberen Ecke steht bald mit über einer Million Euro Baukosten an.
Der Straßenausbau des Abschnitts A, zwischen Ledergasse und Schlimpfhofer Straße, mit Erneuerung der Brücken in der Kissinger Straße wird jetzt ebenfalls ausgeschrieben und wird auf 1,2 Millionen Euro geschätzt. Der weitere Ausbau der Kissinger Straße in Oberthulba bis zur Albertshäuser Grenze soll danach erfolgen.
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