Untereschenbach
Vereine

Singen verbindet Generationen

Die singende Gemeinschaft ist lebendig und ambitioniert. Dennoch würde sich der Gesangverein Hoffnung Untereschenbach über neue Mitglieder freuen.
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Konrad und Monika Hoffmann können auf 40 Jahre aktives Sängerleben zurückblicken.  Foto: Nicole Oppelt
Konrad und Monika Hoffmann können auf 40 Jahre aktives Sängerleben zurückblicken. Foto: Nicole Oppelt
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Der Gesangverein Hoffnung Untereschenbach e.V. nutzte seine Jahreshauptversammlung, um langjährige Mitglieder zu ehren. Rück- und Ausblick in die Chorjahre zeigten zudem: Die singende Gemeinschaft ist lebendig und ambitioniert. Dennoch würden sich die Musikfreunde über neue Mitglieder freuen.
Insgesamt haben sie sage und schreibe 200 Jahre musikalische Erfahrung auf den Schultern. Monika Hoffmann und Konrad Hoffmann singen bereits seit jeweils 40 Jahren im Gesangverein ihres Heimatdorfes. Sieglinde Seitz war ebenfalls lange aktiv. Mittlerweile hat sich die Seniorin zurückgezogen, kommt aber auch auf 40 Jahre Mitgliedschaft. Wolfgang Dabitsch ist der Vierte im Bunde. Er ist dem Verein seit vier Dekaden als passives Mitglied zugetan, ebenso wie Gudrun Bayer.
Der Vizepräsident des Fränkischen SängerBundes e.V., Paul Kolb, nutzte die runden Jubiläen, um persönlich in Untereschenbach vorbeizusehen und gemeinsam mit der Vorsitzenden, Lydia Oppelt, die Ehrungen vorzunehmen.


60 Mitglieder

"Es interessiert mich, was im Vereinsjahr passiert", so Kolb. Der leidenschaftliche Sänger aus Bergrheinfeld honorierte die lange Treue und das teils außergewöhnliche Engagement, das die kleine Chorgemeinschaft auszeichnet. 60 Mitglieder ist diese aktuell stark. 24 nehmen aktiv an den wöchentlichen Proben und den zahlreichen Auftritten teil. Die Runde setzt sich aus 14 Frauen und zehn Männern zusammen. Und diese stellt im Laufe eines Kalenderjahres so einiges auf die Beine, wie Schriftführerin Sofia Seuffert in ihrem kleinen Rückblick aufzeigte. Kaum ein Monat, in dem nicht gemeinsam gefeiert, gelacht oder ein Auftritt bestritten wurde. Geburtstage, Jubiläen und auch offizielle Anlässe machten das Chorjahr spannend. Zu den Highlights gehörten ein Konzert im Burkardus Wohnpark in Bad Kissingen, die Gestaltung einer Konfirmation in Hammelburg, Auftritte auf der Trimburg, im Nachbarort Obereschenbach und gar die Fahrt zu Pater Raymund Eglmaier nach Darshofen, um mit dem ehemals in Hammelburg, Kloster Altstadt wirkenden Seelsorger dessen 50-jähriges Ordensjubiläum zu begehen.
Damit es solche Erinnerungen auch künftig gibt, ist einiges an Anstrengung nötig. Und so erinnerte Dirigentin Heike Schmitt ihre Sängerinnen und Sänger daran, das Thema "Nachwuchsarbeit" nicht aus den Augen zu verlieren. "Unser Jahr war nicht langweilig. Wir hatten gute Auftritte und einen guten Chorklang, den ich so nicht erwartet hatte", freute sie sich über die Leistungen ihres Chores. Damit dieser weiterleben kann, bräuchte es aber neue, junge Sänger. Freuen würde sich Heike Schmitt vor allem über Verstärkung im Sopran. "Ohne Nachwuchs wird es den Chor irgendwann nicht mehr geben. Das ist nicht nur bei uns so. Wir müssen uns umschauen, fragen, einladen."


Zwei große Projekte

Freuen kann sich der Gesangverein Hoffnung nun aber erst einmal auf zwei schon jetzt "fixe" Projekte in diesem Jahr. Zum einen steht im Juli ein Konzert im Kurpark von Bad Bocklet an. Im Oktober folgt dann die Neuauflage eines ambitionierten Projekts. Bereits vor fünf Jahren brachten die Untereschenbacher gemeinsam mit befreundeten Sängern aus der Umgebung eine festliche Messe zur Aufführung. Die"Missa Brevis" erklang damals unter anderem in der Barockkirche von Kloster Altstadt und war ein voller Erfolg. Nun soll die Messe abermals zu Gehör kommen. Diesmal in der Diebacher Kirche. Nicole Oppelt

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