Elfershausen
Gemeinderat

Schulsanierung in Langendorf wird billiger

Das Ende der Pfingstferien ist der Start für die Sanierung der Johannes-Petri-Schule in Langendorf.
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Der erste Auftrag, den der Marktgemeinderat zur Gesamt-Erneuerung der Grund- und Mittelschule in Langendorf vergab, sind die Fensterbauarbeiten und die Außentüren. Foto: W. Ehling
Der erste Auftrag, den der Marktgemeinderat zur Gesamt-Erneuerung der Grund- und Mittelschule in Langendorf vergab, sind die Fensterbauarbeiten und die Außentüren. Foto: W. Ehling
Der erste Auftrag, den der Marktgemeinderat zur Gesamt-Erneuerung der Grund- und Mittelschule vergab, sind die Fensterbauarbeiten und die Außentüren. Hier ergab sich eine faustdicke Überraschung - aus Gemeindesicht erfreulicherweise eine positive.
Wie die Architekten Haase und Müller vom Karlstädter Büro Haase informierten, ist die Schreinerei Marco Straub aus Stralsbach günstigster Anbieter unter den insgesamt sieben Bewerbern, und zwar mit ihrer Offerte von rund 460 000 Euro brutto. Die Kostenberechnung laut Zuwendungsantrag betrug etwa 711 000 Euro.


Diskussion um Farbgebung

Der vorgesehene Kostenrahmen wird damit um rund eine viertel Million Euro unterschritten, erfuhren die erstaunten Gemeinderäte. Die Gründe für diese willkommene Ersparnis sind der Wegfall der Pausenhallen-Fassadenerneuerung und Kostenverschiebungen durch Leistungs-Verlagerungen in andere Gewerke wie zum Beispiel der Fensterbänke und der Alu-Außentüren. Auch die spitze Feder, mit der der Anbieter rechnete, dürfte zum überaus günstigen Angebot beigetragen haben, bei dem das Ratsgremium nur zu gerne und einmütig zugriff.
Zur farblichen Gestaltung, die noch zu vergeben ist, gab es unterschiedliche Auffassungen. So soll der metallfarbene Grundton mit verschiedenen Nuancen von Orange und Grün, vor allem bei den Treppenhäusern, "belebt" werden. Doch will Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD/ FWG) die Farbgebung ohnehin noch mit der Schulleitung besprechen. Der Rat stimmte dieser Variante zu. Die Stirnseiten erhalten einen neuen Verputz, die Eingänge bleiben weiß.
Mit dem Vorschlag von Architekt Haase, die Sporthalle in die Maßnahme aufzunehmen - Baubeginn wäre hier im August - erklärten sich die Räte ebenfalls einverstanden, da der so gestraffte Baubetrieb nur von Vorteil sein kann. Auf Anfrage von Volker Partsch (Neue Liste) will das Gremium in einer seiner nächsten Sitzungen zudem eine Photovoltaik-Anlage auf dem Schuldach in Betracht ziehen.
Die Räte blieben trotz Antrag eines Bürgers bei ihrem Beschluss, in der Langendorfer Hauptstraße keine verkehrsrechtlichen Anordnungen zu erlassen. Der Kreisomnibusbetrieb (KOB) hatte diesbezüglich beim Bürgermeister wegen der durch geparkte Fahrzeuge beengten Durchfahrt vorgesprochen.


Haltestellen verlegen

Gemeinderat Alfons Hausmann (CSU), Leiter der Polizeiinspektion Hammelburg, redete der Absage das Wort. "Ich selbst fahre sehr oft in dieser Straße und komme gut zurecht. Man muss halt auch mal langsam fahren können", erklärte er mit dem Hinweis, dass drei Meter Durchfahrtsbreite und fünf Meter Abstand vor Einmündungen eingehalten werden müssen.
KOB-Geschäftsführer Claus Schubert sah dies jedoch anders, nämlich aus der Sicht eines Busfahrers, für den sich in dieser Situation Gefahren oder Schäden ergeben können. Mehrere Haltestellen-Verlegungen könnten hier eventuell Abhilfe schaffen. Diese Variante will der Marktgemeinderat in einer der nächsten Sitzungen besprechen.


Neue Parkplätze

Die Maueracker- und die Ziegelei-Straße erhalten eine Beschilderung. Um die "dicken Brummer" aus dem Wohngebiet herauszuhalten, schlug Ralf Peter von der Polizeiinspektion bei einer Verkehrsschau vor, das Verkehrszeichen 253 (Lkw im roten Kreis) plus die Zusatzschilder "7,5 Tonnen" und "Lieferverkehr frei" anzubringen. Bei dieser Beschilderung könne die Polizei anhand der Fahrzeugpapiere auch das Gewicht überprüfen. Das befürwortete der Rat bei zwei Gegenstimmen.
Für das von der Gemeinde erworbene Grundstück Rosenhügel 8, ein unbewohntes Haus mit Nebengebäude, zeigte der Bürgermeister anhand einer Skizze, wie das Grundstück überplant werden könnte. Nach Vorstellung Kickuths wäre hier eine Grünfläche mit zehn Parkplätzen, davon zwei nur für Menschen mit Behinderung, möglich. Die Verwaltung macht sich über eventuelle Fördermöglichkeiten für den Abriss der alten Gebäude kundig.
"Grünes Licht" gab das Ratsgremium für die Wasserversorgungsbilanz des Marktes Elfershausen für das Jahr 2015, die in Aktiva und Passiva mit 4,87 Millionen Euro zu Buche schlägt. Der Jahresabschluss wurde festgestellt, der Verlust über das Kassenkonto ausgeglichen.




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