Gräfendorf
Sehenswürdigkeit

Ruheplatz am Trettstein-Wasserfall

Der Trettstein-Wasserfall ist eine Besonderheit an der Grenze zwischen Rhön und Spessart. Für Wanderer ist er dank der Zusammenarbeit zweier Gemeinden jetzt noch attraktiver.
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Wasser plätschert die Steinstufe hinab. Fotos: Gerd Schaar
Wasser plätschert die Steinstufe hinab. Fotos: Gerd Schaar
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Für den Wanderer gibt es keine Grenzen. Er genießt die Natur und macht sich wohl kaum Gedanken, ob er noch in der Rhön oder schon im Spessart ist. Der Besucher erlebt das Saaletal von Bad Kissingen bis Gemünden als zusammenhängende Landschaft. "Gemeinsame Grenzen sollen nicht trennen, sondern zusammenführen", stellten die Bürgermeister von Wartmannsroth, Jürgen Karle (FWG), und Gräfendorf, Alfred Frank (CSU/ Dorfgemeinschaft), am malerischen Naturdenkmal des Trettstein-Wasserfalls fest.

Anlass für die Zusammenkunft in der Natur war die Übergabe der neuen Tischgarnitur, die der Naturpark Rhön gesponsert hatte. Zudem gibt es zwei weitere Bänke auf der Aussichtsplattform gegenüber dem Trettstein-Wasserfall und im Wald diverse Holzfiguren des Kettensägenbildhauers Robert Reuscher. Ganz in der Nähe des Trettsteins verläuft nicht nur die Kommunalgrenze der beiden Kommunen, sondern auch die Grenze der Landkreise Bad Kissingen und Main-Spessart.

"Wir wollten diesen schönen Platz gemeinsam für touristische Zwecke aufwerten", wies Karle auf ein Vorgespräch mit seinem Amtskollegen Frank hin. Eine Zusammenarbeit gibt es auch zwischen den Bauhofleitern Peter Görke (Wartmannsroth) und Gottlieb Schwender (Gräfendorf). Mit im Boot sitze der Naturpark Bayerische Rhön, betonte Karle. Er dankte Uwe Müller, Robert Reuscher, Fabian Nöth und Steffen Schade für den Einsatz, der auch den Einbau von Geländern umfasste.

"Der Trettstein ist der einzige unterfränkische Wasserfall", betonte Frank. Der Bach des Trettsteinfalls werde von der Gräfendorfer Trinkwasserquelle, von den Eidenbacher Gewässern, vom Waizenbach und vom Dittlofsrodaer Graben gespeist. Der Trettstein finde auch Beachtung im Buch der mystischen Orte. "Wenn ich hier still sitze und auf den Wasserfall blicke, habe ich das Gefühl, im brasilianischen Regenwald zu sein", sprach Frank vom "besonderen Urwaldflair".

Wichtig sei für beide Gemeinden, dass dieser schöne Landschaftsflecken für die Besucher sicher ist. Denn der urwüchsige Geländeeinschnitt mit seinen imposanten Felsen birgt am schroffen Hang potenzielle Gefahren. "Neue Geländer wurden für sichere Wege und den sicheren Aufenthalt installiert", beschrieb Frank die Einsätze der Bauhöfe und des Naturparks. Die neue stabile Sitzgruppe, die neue Sitzbank und die Sanierung einer bereits vorhandenen Bank kommen dazu. "Hier kann man sich erholen und total entspannen", sagte Frank.

Talabwärts in Richtung Gräfendorf sind das Baumhaus-Hotel und der Heiligenbrunnen weitere Attraktionen. "Diese Ecke rund um den Trettstein ist für beide Landkreise eine wichtige Sache", meinte Frank. Er könne sich eine Wanderkarte für das Gebiet vorstellen.

Das Radwegenetz sei bis auf wenige Stellen in beiden Landkreisen durchgängig befahrbar, erklärte Frank. Karle erwähnte, dass Gräfendorf schon Mitglied im Tourismusverein Fränkisches Saaletal sei. "Gräfendorf blickt zur Arbeitsgemeinschaft Frankens Saalestück", ergänzte Frank. "Außerdem winkt ein neues Leader-Programm für das Gebiet von Gräfendorf bis tief in den Spessart", bestätigte er.

"Gastronomisch haben wir leider noch ein Problem im Gemeindebereich von Wartmannsroth", gab Karle zu. Zwar seien die Schnapsbrennereien als Gastronomie-Ersatz engagiert, doch fehle die Gastronomie, die unter der Woche mittags für die Besucher zur Stelle sei. "Freilich hat das Landgasthaus Zum Landgraf in Wartmannsroth an den Wochenenden auch mittags geöffnet", betonte Karle. Doch seien die Möglichkeiten in Gräfendorf mit dem Gasthaus Adrio und der warmen Theke des Dorfladens größer.


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