Hassenbach
Prüfung

Rettungshundeteams zeigten ihr Können

Auf dem Sportgelände des SV Hassenbach fand die bayernweite Rettungshundeprüfung statt. 34 Teams stellten sich den Prüfern.
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Hier geht es lang: ein Team stellt sich der Prüfung.  Foto: Marcus Leitner
Hier geht es lang: ein Team stellt sich der Prüfung. Foto: Marcus Leitner
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"Fuß", "Sitz", "Steh", "Platz": Ganz andere Kommandos waren am vergangenen Wochenende auf dem Sportgelände des SV Hassenbach zu hören. Hier fand die bayernweite Rettungshundeprüfung nach der Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams gemäß DIN 13050 statt. Die Veranstaltung wurde von der BRK Hundestaffel Bad Kissingen hervorragend organisiert. "Es ist natürlich toll, dass wir dafür die Sportanlage des SV Hassenbach nutzen dürfen", zeigte sich Erich Mock, stellvertretender Staffelleiter, mit dem Austragungsort sehr zufrieden. Auch das Training findet häufig auf dem Sportgelände statt.


34 Teams traten an

Insgesamt nahmen 34 Teams - Hundeführer plus Rettungshunde aus ganz Bayern - an der Prüfung teil. Nach bestandener Prüfung muss diese spätestens nach 18 Monaten wiederholt werden. Zur Prüfungsabnahme standen je zwei bayerische und zwei hessische Prüferinnen bereit. Geprüft wurden dabei Fachfragen und Theorie. Bei der Verweisprüfung "geht es darum, wie sich der Hund verhält, wenn er jemanden findet", berichtet Erich Mock Das Finden muss der Hund durch Bellen oder eine andere Verweisart bekannt geben.


Gehorsamsprüfung

Der Hund muss bei der Gehorsamsprüfung auf Hörzeichen seinem Hundeführer stets aufmerksam folgen und gehorchen. Beim Anhalten hat sich der Hund auf Kommando "Sitz" sofort abzusetzen. Der Hund hat auf die einmalige, eindeutige Kommandogabe des Hundeführers "Fuß", "Sitz", "Steh", "Platz" und "Voraus" auszuführen. Zum Bestehen der Gehorsamsprüfung müssen alle acht Prüfungselemente durchgeführt und mindestens sechs bestanden werden.
Bei der Flächensuche soll der Hund auf einer Fläche von ca. 30 000 Quadratmetern innerhalb von 20 Minuten bis zu zwei Personen suchen und finden.
Die Prüfungen werden am Ende mit "bestanden" oder "nicht bestanden" bewertet. "Geprüftes Rettungshundeteam" ist inzwischen ein Qualitätssiegel, das durch sehr viel ehrenamtliches Engagement, aber auch durch Geduld beim Einüben von Fertigkeiten und durch ständiges Training erreicht werden kann. Die Bewährungsprobe erfolgt dann in der Praxis. Ziel ist es, schnellstmöglich Menschen in Lebensgefahr zu finden und natürlich zu helfen. Alle Teams waren mit großem Eifer und voller Leidenschaft bei der Sache, wobei bei den einzelnen Teams häufig beim Hundeführer eine größere Nervosität als beim Rettungshund auszumachen war.
Für Erich Mock war die Veranstaltung eine gelungene Sache. Er verschwieg allerdings nicht, dass die Suche nach geeigneten Waldstücken zum Trainieren und für Prüfungen immer schwieriger wird. Glücklicherweise hat die BRK Hundestaffel Bad Kissingen in den Wäldern rund um Wittershausen zwei geeignete Gebiete gefunden, die von den Verantwortlichen für die Prüfung zur Verfügung gestellt wurden.
In der Region Main-Rhön werden von BRK, JUH und ASB fünf Hundestaffeln mit über 30 Rettungshunden vorgehalten. Im Einsatzfall, jährlich etwa 15 bis 20 Einsätze, können diese rund um die Uhr zur Unterstützung der Polizei eingesetzt werden. Erst kürzlich konnte so eine Frau von einem Rettungshundeteam gefunden und dem Rettungsdienst übergeben werden.


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