Fuchsstadt

Reflektoren sollen Tiere stoppen

Um die steigende Zahl der Wildunfälle zu reduzieren werden an verschiedenen Stellen insgesamt 220 blaue Reflektoren an Leitpfosten angebracht. Die Jagdpächter hoffen, so die Sicherheit auf der Straße zu verbessern.
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Von den Wildreflektoren verspricht sich die Jägerschaft Fuchsstadt, vertreten durch (v. l.) Martin Volpert, Josef Mützel, Alois und Otmar Bayer und Jagdvorsteher Alfred Kippes weniger Wildunfälle. Fotos: Winfried Ehling
Von den Wildreflektoren verspricht sich die Jägerschaft Fuchsstadt, vertreten durch (v. l.) Martin Volpert, Josef Mützel, Alois und Otmar Bayer und Jagdvorsteher Alfred Kippes weniger Wildunfälle. Fotos: Winfried Ehling
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Mit Reflektoren wollen die Jagdpächter und Jagdgenossen aus Fuchsstadt gegen die vermehrte Zahl an Windunfällen vorgehen. So sollen Mensch und Tier vor Schaden bewahrt werden. Schwerpunkte der Aktion sind die Staatsstraße 2293 und die Kreisstraße 44. "Auf der Kreisstraße ins Lager und nach Gauaschach haben wir jährlich rund 15 Rehwildunfälle. Auf der Staatsstraße nach Greßthal zählen wir etwa bis zu sieben Kollisionen mit Wild pro Jahr", schildern die Jagdpächter Otmar und Alois Bayer.

Jagd-Pachtschilling verwendet

Der Misere wollen die Jagdpächter und die Jagdgenossen gemeinsam mit Wildwarnreflektoren beikommen, für die sie 1000 Euro aus dem Jagd-Pachtschilling zur Verfügung stellten. Dafür gab es 220 Reflektoren und zwar in blauer Farbe. "Rot ist nicht so abschreckend. Deshalb haben wir blaue Exemplare gewählt - eine Farbe, die in der Natur nicht vorkommt", informiert Jagdvorsteher Alfred Kippes. "Auf der sogenannten Kastanienallee an der Staatsstraße kommt es immer wieder zu Rehwild- und Wildschweinunfällen. Die Reflektoren-Hersteller versprechen von den blauen Ausführungen bis zu 70 Prozent weniger Unfälle", betont er. Natürlich holten sich die Jäger vor der Montage an den Leitpfosten die Genehmigung der Straßenbaubehörden ein.

Weiteres Geld für Radwege

Der Aktion war die Versammlung der Jagdgenossen vorausgegangen, in der die Genossen die Verwendung des Jagdpachtschillings für diesen Zweck befürworteten.
Kassier Josef Mützel konnte in seinem Bericht allerdings noch einiges mehr in der Kasse ausweisen, das die Genossenschaft in die Lage versetzte, weitere 2500 Euro an die Gemeinde zu überweisen, die diese für die Herstellung des Rad- und Wanderwegs von der "Franzosenkapelle" zur Verbindungsstraße nach Pfaffenhausen verwendete. Dafür und für die Sicherheitsvorkehrungen dankte Bürgermeister Peter Hart in einem Grußwort. Er hoffte auf eine weiterhin harmonische Zusammenarbeit mit den Jagdgenossen und informierte über das Kernwegekonzept, das Ende des Jahres anlaufen soll und für das Fördermittel zur Verfügung stehen. Zudem bat er die Jagdgenossen um Teilnahme am Fuchsstädter Weihnachtsmarkt, der heuer wieder stattfindet und um Beteiligung der Jägerschaft beim Heimatfest 2017. Josef Weissenberger brachte dazu den Vorschlag ein, mehr Augenmerk auf die Stationen im Ort zu werfen, da der Besucheransturm beim Festzug nicht allein im Festzelt bewältigt werden könne.


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