Hammelburg
Jubiläum

Pius-Pfaller-Marsch uraufgeführt

Mehr als ein Ständchen für den Guardian des Franziskanerklosters Altstadt. Vor allem die Musiakakademie hat ihm viel zu verdanken.
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Applaus als Dank für das außergewöhnliche Geburtstagsgeschenk, das die Stadtkapelle uraufführte (v. l.) die Patres Eberhard und Bonaventura, Frater Pius Pfaller und Bischof em. Dr. Anton Schlembach.  Foto: Winfried Ehling
Applaus als Dank für das außergewöhnliche Geburtstagsgeschenk, das die Stadtkapelle uraufführte (v. l.) die Patres Eberhard und Bonaventura, Frater Pius Pfaller und Bischof em. Dr. Anton Schlembach. Foto: Winfried Ehling
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Anlässlich seines 80sten Geburtstags wurde der Guardian des Kloster Altstadt, Frater Pius Pfaller, mit einem Geschenk bedacht, das nur wenigen zuteil wird: Zum Empfang im Serenadenhof präsentierte die Stadtkapelle die Uraufführung des eigens für den Jubilar komponierten Pius-Pfaller-Marsches.
Der Marsch entstand nach einer Melodie des Westheimer Komponisten Siegfried Herterich. Sie wurde durch den Künstlerischen Leiter der Musikakademie, Kuno Holzheimer, und Rudi Fischer, Leiter der Hergolshäuser Musiker, arrangierten, beziehungsweise harmonisiert.
Dabei verwendeten die Autoren als Intro das getragene Kirchenlied "Großer Gott, wir loben dich", das sich nach den ersten Zeilen plötzlich zu einem schmissigen Marsch wandelt, dessen Text natürlich auf das Geburtstagskind zugeschnitten war. Den eingeladenen Anwesenden gab Holzheimer ein Textblatt zum Mitsingen an die Hand, und es erklang ein vielstimmiger Chor, dem später ein fröhliches "Zum Geburtstag viel Glück" folgte.
"Wir haben lange überlegt, was wir Pius zum Wiegenfest schenken", räumte Holzheimer ein. "Am besten etwas auf die Ohren", fügte er schelmisch hinzu. Die Überraschung war perfekt - beim Beschenkten wie bei den Gästen, darunter auch der emeritierte Bischof von Speyer, Dr. Anton Schlembach.
"Wir freuen uns, lieber Pius, dass wir mit dir feiern dürfen und du in Hammelburg deine zweite Heimat gefunden hast", versicherte die Stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Wende mit den Grüßen der Stadt, des Bürgermeisters und des Rates und einem Weinpräsent. "Du bist ein Mann der Tat und du wirst noch gebraucht im Kloster und in der Stadt", versicherte sie.

Garant für gutes Miteinander

Der Vorsitzende der Musikakademie, Landrat Thomas Bold, überbrachte die Gratulation des Kreises und der Musikakademie. "Das ist ein ganz besonderer Tag für den Landkreis und das ganze Saaletal, denn du bist der Garant für ein gutes Miteinander. Deinem entschiedenen Eintreten ist es mit zu verdanken, dass eine Vertragsverlängerung für das Kloster Altstadt zustande kam. Ich hoffe, dass es hier noch lange weitergeht", betonte Bold.
Die Grüße der Musikverbände überbrachte Bundesdirigent Ernst Österreicher. "Wir waren immer glücklich, wenn Pius an Sonntagen Schweinebraten, Klöß‘ und Blaukraut auf den Tisch brachte", gestand er in der Hoffnung, "dass du mit uns zusammen das Musikerleben noch lange genießen kannst".
Pius Pfaller, der im Übrigen nicht wie ursprünglich berichtet, Träger des Bundesverdienstkreuzes sondern der Bundesverdienstmedaille ist, dankte allen Gratulanten und der Stadtkapelle "zu der ich schon immer ein gutes Verhältnis hatte", für den musikalischen Rahmen seines Ehrentags. "Eure Konzerte solltet ihr aber etwas später ansetzen" ermahnte er die Musiker humorig und begründete "denn die fallen meist ihn den Abendgottesdienst. Deshalb komme ich immer zu spät."

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