Diebach
Bürgerversammlung

Ortsdurchfahrt Diebach unendliche Geschichte

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt samt Gehweg war ein zentrales Thema der Bürgerversammlung am Montag. "Das Planfeststellungsverfahren läuft noch", erklärte Ortsbeauftragter und Stadtrat Armin Warmuth (CSU) auf Nachfrage der Anwohner. Der Stadtrat habe sich längst hierfür ausgesprochen.
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Gesichert: Das marode Kristl-Gebäude an der Ortsdurchfahrt Foto: Gerd Schaar
Gesichert: Das marode Kristl-Gebäude an der Ortsdurchfahrt Foto: Gerd Schaar
"Wir müssen in der Sache allmählich vorwärtskommen", wünschte sich Warmuth den Erhalt des Dorffriedens. Mit dem Ende des Verfahrens rechnet er heuer noch.
Auch Matthias Wacker, zuständiger Abteilungsleiter im Bauamt Schweinfurt, konnte am Dienstag auf Anfrage der Presse keinen genauen Termin nennen. Es sei somit fraglich, ob heuer noch der Bagger anrücke. "Auch wenn es nur um Quadratmeter im einstelligen Bereich geht, muss die rechtsstaatliche Form eingehalten werden", so Wacker. Damit moderne landwirtschaftliche Fahrzeuge die Straße nutzen können, sei jene kleine Privatfläche zu erwerben.
Markus Hauk fragte bei der Bürgerversammlung nach der Höhe der Zuschüsse und blickte nach Aura, wo es Geld für die Dorferneuerung gegeben habe. Einen teuren Gehweg für nur knapp 30 Kirchgänger zu bauen, lohne sich nicht, meinte Anwohner Karl-Heinz Schärpf. Diese hätten ihren Weg schon an der Mauer entlang gefunden.

Anwesen verfällt

Diskutiert wurde auch über das verfallene Anwesen Kristl-Haus. "Der Rechtsweg läuft", kommentierte Warmuth, das Gebäude sei statisch überprüft worden. Seinen Ärger über den Vandalismus, aber auch mit der Stadt Hammelburg in Sachen Holzrecht äußerte Jens Hart.
Zuhörer Fritz Gensler regte einen neuen Fußpfad vom Parkplatz quer durch den Pfarrgarten zur Kirche an. Ob sich darüber der Pfarrer freuen werde, bezweifelten einige Anwohner. Alfons Müller machte auf den schlechten Zustand der Zufahrt zum Kindergarten aufmerksam und bat um Sanierung.
Feuerwehr-Kommandant Dieter Ebert hat von einem Privatgrundstück abfließendes Oberflächenwasser entdeckt, das die Zufahrtsstraße zum Sportplatz unterspüle. Ferner bestehe wegen einer Hecke erhöhte Unfallgefahr an der dortigen Einmündung.
Weitere Themen waren die Wiederinbetriebnahme einer öffentlichen Toilette am Friedhof und das hohe Tempo der Autos am Ortseingang bei der Kirche.
Viel Beifall erhielt Klaus Brandensteins Appell fürs Ehrenamt: "Wir alle sollten diese Leute so gut wie möglich unterstützen und ihnen danken." Erstmals in der Geschichte der Bürgerversammlung statteten die Sternsinger ihren Besuch ab.
In seiner Rückschau erinnerte Warmuth an das 2013 abgeschlossene Projekt Kinderkrippe samt Rutsche. Auch Straßen wurden ausgebessert: Stadtweg, Heerweg, Ortsverbindung nach Obereschenbach. Warmuth lobte die zahlreichen Aktivitäten der örtlichen Vereine und deren Jugendarbeit. Auch habe es wieder einen Grenzgang gegeben.
Als Aufwertung des Dorfes sieht Warmuth den durch Spenden ermöglichten Kauf der Krippen-Szene von Klaus Hochgruber, die an der Ortsdurchfahrt aufgestellt wurde. Nachdem 2013 der Faschingszug ausfiel, soll es heuer wieder einen Gaudiwurm geben. hgs

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