Reith

Neue Nutzer in der Schule

Mit viel Eigeninitiative hat sich der Gartenbauverein die alte Schule in Reith als Versammlungshaus hergerichtet. Dafür gab es jetzt ein großes Lob vom Bürgermeister.
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Hier hat sich der örtliche Gartenbauverein eine Möglichkeit für seine Treffen eingerichtet.  Foto: Günther Straub
Hier hat sich der örtliche Gartenbauverein eine Möglichkeit für seine Treffen eingerichtet. Foto: Günther Straub
Im Markt Oberthulba finden die alten Schulhäuser immer mehr Verwendung als Veranstaltungseinrichtungen. Auch in Reith mit seinen derzeit 334 Bewohnern wird die Schule vom Gartenbauverein genutzt. Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU-FW) informierte jetzt in der Bürgerversammlung im Gemeindeteil von dieser Einrichtung, in der sich die Mitglieder des örtlichen Vereins für Gartenbau und Landespflege immer wieder zu Veranstaltungen treffen. Für diese Initiative gab es vom Bürgermeister viel Lob, da auch einiges in Eigenleistung dafür unternommen wurde.

Es hat sich einiges getan

In Reith hat sich besonders für den Markt Oberthulba und seinen Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren viel getan, war aus den Ausführungen des Bürgermeisters zu entnehmen. Es wurde zunächst das Gewerbegebiet erschlossen, das nahezu vollständig mit neuen Gewerbeunternehmen bebaut ist. Vor kurzem wurde nun auch das Industriegebiet für die Bebauung mit Straßen, Kanal und weiteren Erschließungsmaßnahmen, soweit fertiggestellt, dass vor einigen Wochen mit der Firma Mainfranken-Logistik, das erste Unternehmen dort seine Arbeit aufnehmen konnte.
Ein großes Thema in der gut besuchten Versammlung war die Stromtrasse "Südlink". Oberthulba und besonders auch Reith seien von der Nähe her besonders betroffen, wenn diese Trasse verwirklicht werden sollte. Bei der Information kam auch die Erweiterung des Biosphärenreservates Rhön zur Sprache. In diesem landschaftlich schönen Gebiet soll die Bevölkerung weiter die Möglichkeit für den Naturgenuss, der ein Highlight in der Kernzone ist, bekommen. "Und da wollen die jetzt die Stromtrasse hinmachen", warf die Reither Bürgerin Claudia Kolb ein und entfachte damit eine rege Diskussion.

Fragen zur Stromtrasse

Wie verhält sich die Stromtrasse zum bestehenden FFH-Gebiet, und wird die Kernzone wieder aus dem Biosphärenreservat herausgenommen, wenn die Trasse kommt, wollte Stefan Sitzmann wissen. Es kamen weitere Fragen zum Bewuchs und Abholzen des Waldes unter der Trasse, sowie eine eventuelle Verkabelung der Leitung. Dazu Bürgermeister Schlereth: "Viele Fragen sind noch offen und müssen noch geklärt werden. Zunächst allerdings muss feststehen, dass die Leitung überhaupt gebraucht wird." Ein Dialog mit der Regierung sei in Gang gesetzt worden und laufe derzeit. Auch müsse noch mehr das Thema Stromeinsparungen diskutiert werden. "Es wird noch lange diskutiert werden müssen. Wir jedenfalls bringen unsere Sorgen immer wieder vor. Auch haben wir uns rechtliche Schritte vorbehalten." Es gab aber auch einen um den zukünftigen Energiebedarf besorgten Bürger. "Wo kommt der Strom her, wenn die drei bayerischen Kernkraftwerke ihren Betrieb einstellen? Ist uns der Wald wichtiger als die Energie?", so die Frage von Markus Emmert.

Jugendtreff gesucht

Mit einer großen Anzahl von Informationen und Aufgaben wartete der Ortsbeauftragte Frank Sieg auf. Es waren Themen, mit denen er bereits von Seiten der Bevölkerung konfrontiert worden ist. Dazu gehört die Anlage eines Spielplatzes im neuen Baugebiet. Das Mähen der öffentlichen Flächen im Ort soll künftig noch stärker von den Bürgern übernommen werden. Für diese Initiative gab es bereits Lob von der Vorsitzenden des Gartenbauvereins Helmtrud Kober. Als künftige Aufgaben wurden Verbesserungen am Ruheplatz an der Eiche genannt, denn teils wird bereits auf den Wurzeln des Baumes geparkt. Außerdem werde ein Jugendtreff gesucht, bisher nutzen die jungen Leute vorübergehend für ihre Treffen einen Bauwagen. Unter Beteiligung des Gartenbauvereins laufen hier bereits Gespräche.
Weitere Themen und Sorgen, die am Abend angesprochen wurden, waren die ehemalige Bullenwiese, die zum Biotop angelegt wurde, der Heeggraben, der nicht mehr alles Wasser aufnehmen kann und die Beseitigung von Stromleitungen im Ort. Um sie wird sich ebenfalls die Marktgemeinde in einer der nächsten Sitzungen kümmern.
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