Aura an der Saale
Entwicklung

Neue Chance für Dorfladen?

Das Thema "Dorfladen" gehörte zu den Akten. Als Genossenschaftsmodell war es durchgefallen. Jetzt lag es erneut auf dem Tisch des Gemeinderats. Der Betreiber "Igros" sucht einen selbstständigen Betreiber für ein Geschäft in Aura.
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Das ehemalige Lebensmittelgeschäft Metz in der Hauptstraße soll durch eine Lebensmittelkette saniert und reaktiviert werden. Dafür sucht die Firma "Igros" einen Pächter.  Foto: Winfried Ehling
Das ehemalige Lebensmittelgeschäft Metz in der Hauptstraße soll durch eine Lebensmittelkette saniert und reaktiviert werden. Dafür sucht die Firma "Igros" einen Pächter. Foto: Winfried Ehling
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Tut sich für einen Dorfladen in Aura eine neue Chance auf? Nach den Worten von Igros-Marktbetreuer Heiko Vöth sind die Vorgaben für einen Partner durchaus akzeptabel. So muss ein künftiger Betreiber außer der Kaution von 5000 Euro kein Eigenkapital einbringen, eine Ausbildung im Lebensmittelhandel wäre zwar wünschenswert, ist aber nicht zwingend.
Der Franchise-Nehmer erhält komplett sanierte Räume - nämlich die des früheren Lebensmittelgeschäfts Metz in der Hauptstraße - und einen auf zwei Jahre befristeten Pachtvertrag. Igros, ein Großhandel mit rund 25 Märkten und Sitz in Bad Neustadt-Salz, übernimmt alle Kosten - wie Miete, Strom, Einkauf -, die am Ende eines Monats mit dem Umsatz verrechnet werden. Das Sortiment ist frei wählbar und kann durch regionale Anbieter ergänzt werden. Der künftige Betreiber hat außer der Kassenabrechnung fast keinen Verwaltungsaufwand und benötigt keine Vertriebsstrukturen.
Nach Meinung von Bürgermeister Thomas Hack (CSU/ FW) "ein Idealfall für eine Hausfrau, die wieder eine Arbeit aufnehmen möchte. Die aktuellen Baumaßnahmen in der Hauptstraße sind allerdings erst Mitte 2016 abgeschlossen", fügte er hinzu. Das Vorhaben der Lebensmittelgeschäftkette "Igros" ist noch einmal Thema in der Bürgerversammlung, die am Dienstag, 16. Dezember, um 19.30 Uhr in der Festhalle stattfindet.
Den Bericht über die örtliche Rechnungsprüfung des Jahres 2013 gab die Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Monika Kaiser. Sie monierte unter anderem die Kostenunterdeckung im Friedhofsbetrieb und die Praxis der Festhallen-Abrechnungen. Letzteres will der Gemeinderat noch einmal detailliert diskutieren, der die über- und außerplanmäßigen Ausgaben im rund 2,5 Millionen schweren Etat einmütig genehmigte und feststellte. Der Bürgermeister erhielt einstimmige Entlastung.
Die Gemeinde braucht dringend ein neues Fahrzeug für den Bauhof. Thomas Hack machte sich diesbezüglich schlau und präsentierte zwei Modelle - beides Pritschenwagen. Der Rat entschied sich für ein gebrauchtes Kfz mit 83 000 Kilometern zum Bruttopreis von knapp 16 000 Euro. Mit dem Nutzfahrzeug erhält die Gemeinde auch ein Plane, Winterreifen und weitere Zugaben.
Der Druckbehälter für die Wasserversorgung der Gaststätte "Ruine", des Freizeitheims und des landwirtschaftlichen Anwesens ist defekt und nicht mehr reparabel. Weil die Zeit drängt, muss die Gemeinde im örtlichen Hochbehälter ein neues Gerät zum Preis von 6150 Euro einbauen, entschied das Ratsgremium, das auch für das günstigste Angebot für Notreparaturen entschied, das die Firma Hell offerierte. Die Maßnahme auf Verwaltungsgemeinschaftsebene ist zur Behebung kleinerer Straßenschäden, bei Wasserrohrbrüchen, etc. gedacht und wird von den VG-Partner gemeinsam getragen.
Keine Einwände hatten die Räte gegen die vorliegenden Bauanträge. Das Ehepaar Norgard und Michael Pöschl erhielt die Erlaubnis zur energetischen Sanierung seines Dachgeschosses und den Anbau eines Balkons. Patricia Waldig-Heil kann ihr Carport vergrößern sowie Holzlege und Wintergarten errichten.
Roland Brand erhielt "grünes Licht" zum Neubau eines Tier-Unterstands und einer Zaunanlage auf seinem Anwesen "Am Schafhof". Die alte Umzäunung muss er entfernen. Eine wasserrechtliche Genehmigung liegt vor, da die Tiere bei Hochwasser an einen anderen Standort wechseln können.

Billiger als veranschlagt

Bürgermeister Hack legte abschließend den Sachstandsbericht über die Wasserversorgung und die Kanalisation des Planungsbüros Kirchner in der Hauptstraße vor. Er zeigte, dass die Arbeiten der Firma Hell und die Mitarbeit der Anlieger tadellos funktionierten, die veranschlagten Baukosten werden nach heutigem Stand unterschritten.
Die Bodenanalysen ergaben jedoch gegenüber der Voruntersuchung ein negatives Ergebnis. Sie konnten allerdings nur punktuell erfolgen, sodass sich keine repräsentative Aussage für die gesamte Baustrecke ergibt. Mehrkosten für die Abfallentsorgung können kompensiert werden.
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