Wartmannsroth
Forst

Nachfrage nach Holz geringer

In der ersten Sitzung des Gemeinderates Wartmannsroth nach der Sommerpause ging es um den Kommunalwald.
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Die bisherigen Preise für Holz aus dem Kommunalwald bleiben unverändert.  Foto: Gerd Schaar/Archiv
Die bisherigen Preise für Holz aus dem Kommunalwald bleiben unverändert. Foto: Gerd Schaar/Archiv
Die Brennholzpreise bleiben stabil. Zumindest, wenn es sich um das Holz aus dem Kommunalwald der Gemeinde Wartmannsroth handelt. In ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause beschlossen die Räte, die bisherigen Sätze auch für die Saison 2016/2017 konstant zu halten. Das heißt also weiterhin 52 Euro beim Festmeter Hartholz (IL), 18 bis 25 Euro beim Raummeter des "Stehenden Selbstwerberholzes" (BHD bis 25 Zentimeter) und 10 bis 15 Euro beim Raummeter Schlag-Abraum oder Losholz, je nach Lage und Qualität.


Qualität ist immer gefragt

"Die Nachfrage ist heuer ein wenig geringer als im Vorjahr", sagte Bürgermeister Jürgen Karle. Aber gute Qualität werde nach wie vor verlangt, stellte Joachim Lutz fest. Grünes Licht gab es für die nach 20 Jahren jetzt fällige Erneuerung der Forsteinrichtung sowie für die Digitalisierung und Aktualisierung der Standorterkundung (Bodenbeschaffenheit).
Rund 37 000 Euro betrage die gesamte Maßnahme, teilte das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit. Etwa die Hälfte der Kosten würde vom AELF getragen. Der Vorteil der digitalen Erfassung liege in der Einbindung von GIS-Daten, in übersichtlicheren Karten und in der aktuellen Baumeignungstabelle, mit der besser auf den Klimawandel reagiert werden könne. "Häufig wird bei den Bürgerversammlungen zu hohe Geschwindigkeit im Straßenverkehr gemeldet", erinnerte Karle. Jetzt habe die Gemeinde die Gelegenheit, sich einer Zweckvereinbarung mit der Stadt Hammelburg anzuschließen. Die Saalestadt biete den Kommunen in der Allianz diese Beteiligung an. Nicht alle Räte waren so begeistert wie Stefan Schottdorf, der das Bürgerinteresse jetzt endlich erfüllt sah. Mit 12:2 Stimmen wurde der von der Allianz initiierten gemeinsamen Verkehrsüberwachung jedoch zugestimmt.
Der jährliche Kooperations-Vertrag mit der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (GFI) soll auch heuer weitergeführt werden, beschlossen die Räte. Dahinter steht die verlängerte Mittagsbetreuung der Grundschüler in Dittlofsroda. Laut Kostenaufstellung der GFI ergibt sich trotz Förderung der Regierung von Unterfranken und trotz Elternbeiträge einer mit 22 Kindern prall gefüllten Gruppe ein Fehlbetrag in Höhe von etwa 17 000 Euro, den die Gemeinde Wartmannsroth trägt.
Karle wies auf die Bedeutung der Anmeldefrist hin, räumte aber auch das Vorkommen von Härtefällen ein. Vertagt wurde die Erläuterung der geplanten Baumaßnahmen für die Grundschule, weil der beauftragte Architekt noch nicht mit seinen Plänen fertig ist.


Lampen werden ausgetauscht

Zustimmung gab es für ein neues Konzept, mit dem alte Straßenlampen gegen neue LED-Lampen ausgetauscht werden sollen. Bei jährlich rund 25 000 Euro Stromkosten rechne sich diese Maßnahme, so Karle. Betroffen von der Umtauschaktion seien 131 Leuchten und 12 Masten. Zwei Versuchslampen seien kürzlich in der Hauptstraße installiert worden. Karle: "Es kommt auch der Umwelt zugute."
Mit der Amortisation rechne er nach sechs bis sieben Jahren. Der gemeindliche Bauhof ist auf dem Genehmigungsweg. Jetzt stimmten die Räte dem Bauantrag der Gemeinde zu. Gern gaben sie auch grünes Licht für den Kreditantrag über 500 000 Euro, den es mit 0,0 Prozent Zinsen von der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt gibt. Wie schon andere Gemeinden will auch Wartmannsroth die Möglichkeit wahrnehmen, vom Optionsrecht der Übergangsregelung (bis Ende 2020) hinsichtlich der Umsatzsteuer Gebrauch zu machen.
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