Elfershausen
Baufortschritt

Letzte Arbeiten am Deisselbach

Die Gestaltung des neuen Mehr-Generationen-Platzes geht in die Endrunde. Für den geplanten Wohnmobil-Stellplatz waren dem Gemeinderat die Kosten zu hoch.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Deisselbach am künftigen Mehr-Generationen-Platz ist bereits vom Wasserwirtschaftsamt modelliert (Foto), wie sich der Gemeinderat überzeugte. Der Geländeausbau folgt ab diesem Monat.  Fotos: Winfried Ehling
Der Deisselbach am künftigen Mehr-Generationen-Platz ist bereits vom Wasserwirtschaftsamt modelliert (Foto), wie sich der Gemeinderat überzeugte. Der Geländeausbau folgt ab diesem Monat. Fotos: Winfried Ehling
+1 Bild
Der Mehr-Generationen-Platz am Deisselbach nimmt Konturen an. Der Bach ist bereits durch das Wasserwirtschaftsamt (WWA) modelliert und mäandert in weich geschwungenen Schleifen der Saale entgegen. Ein Spielhaus grüßt neben dem Bächlein, und der Wasserspielplatz geht in der nächsten Woche in die Fertigung.

Beim Ortstermin mit Landschaftsarchitekt Valtin Dietz konnten sich die Elfershausener Marktgemeinderäte vom Baufortschritt überzeugen. Die Neuverlegung des Baches dient vorrangig dem Hochwasserschutz, so das WWA, das die Kosten für diese Maßnahme übernimmt. In die Neugestaltung des Geländes, das allen Altersgruppen dienen soll, sind die Gemeinde und mehrere fördernde Institutionen eingebunden.

Was die Kosten anbelangt, liege man im vorgegebenen Rahmen, so Dietz. Allerdings bemängelten mehrere Gemeinderäte die geringen Erdmengen, die für die Geländemodellierung derzeit zur Verfügung stehen. Jedoch forderte das WWA, dass mit dem vorhandenen Aushub auszukommen sei. Dietz wies darauf hin, dass noch einige Mengen durch weiteren Aushub zu erwarten sind.

Unterschiedliche Meinungen prägten die Diskussion über den geplanten Wohnmobilstellplatz, der am Verbindungsweg zwischen Langendorf und der Mühle entstehen soll. Angedacht sind hier vier Stellplätze, die sich positiv auf den Tourismus auswirken könnten.


Umstrittene Baukosten

Nachdem Angebote für den Stromanschluss und die Ver- und Entsorgungsanlagen sowie für die Bauarbeiten vorlagen, errechnete der Bautechniker des Marktes Uwe Mützel Gesamtkosten von knapp 60 000 Euro. Dies war selbst dem Initiator des Projekts, Alfons Hausmann, zu viel. Da die Baukosten den größten Teil dieser Summe verschlingen, plädierte er dafür, Zufahrt und Stellplätze nicht zu befestigen. Der vorhandene Untergrund sei nach seiner Ansicht - und einem Selbsttest - stabil genug, um die Projektkosten auf etwa die Hälfte zu vermindern.
Volker Partsch will dagegen die einfachste Ausführung. "Wir brauchen nichts außer einer Beschilderung und sollten so wenig Geld wie möglich in die Hand nehmen", meinte er. Auch 2. Bürgermeister Jürgen Englert fragte: "Was haben wir von dem Projekt? Wir müssen nur den Platz hinterher säubern", vermutete er.

"Wenn wir gar nichts machen, brauchen wir uns über den fehlenden Tourismus nicht zu beklagen", konterte Hausmann. Der Vorschlag von Walter Schmitt, "klein anzufangen und sehen, was daraus wird", traf wohl die Mehrheit des Rates. In einer knappen Entscheidung sprach sich das Gremium mit 7:6 Stimmen für eine abgespeckte Version aus, die Beschilderung, Versorgungseinrichtungen und Beleuchtung beinhaltet, aber die Bauarbeiten einschränkt.

Das im Besitz der Gemeinde befindliche Grundstück "Rosenhügel 8", steht vor einer Neugestaltung, für die eine ELER-Förderung möglich ist, sofern eine Kostenberechnung bis Anfang Oktober vorliegt. Will der Markt ein Förderprogramm beantragen, muss er deshalb die Vorarbeiten an ein Planungsbüro vergeben.


Verzicht auf die Förderung

Das Büro Knidlberger (Windheim) legte eine Kostenschätzung vor, die - den Abbruch der alten Hofstelle inbegriffen - von rund 180 000 Euro ausgeht. Dazu kommen die Planungskosten von rund 21 000 Euro. Die Summen waren nicht nach dem Geschmack des Rates - zumal bei Förderung mit baulichen Vorgaben zu rechnen ist. Der Markt möchte hier aber vorrangig Parkplätze schaffen.

Die Empfehlung von Bürgermeister Karlheinz Kickuth, die Alt-Hofstelle sukzessive abzutragen, dafür Angebote einzuholen und auf Förderung und die damit verbundene Planung zu verzichten, fand die Mehrheit des Ratsgremiums.

Für das Angebot der Bayern-WLan zur Einrichtung von Hotspots im Markt konnte sich der Rat nicht erwärmen. Er lehnte die Offerte ab.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren