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Aura an der Saale
Bürgerversammlung

Lärm, Staub und Schmutz: Aura muss sich noch gedulden

Mitten in einer Großbaustelle steckt die Gemeinde Aura, und eine Maßnahme jagt die andere.
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In der Auraer Hauptstraße sind derzeit die Sanierungsarbeiten im vollen Gange. Ein Ende der Maßnahme zeichnet sich im September ab. Foto: Winfried Ehling
In der Auraer Hauptstraße sind derzeit die Sanierungsarbeiten im vollen Gange. Ein Ende der Maßnahme zeichnet sich im September ab. Foto: Winfried Ehling
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Noch bis etwa Ende September mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt und der "Schrenk" beschäftigt, bereitet sie bereits das nachfolgende Projekt - die Sanierung und der Umbau der "Zehnt" - vor, die jetzt in einer Bürgerversammlung zur Debatte stand.
Baudirektor Jürgen Eisentraut vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) legte dazu den Planungsstand vor, den er bereits an die Behörden weitergeleitet hat. Den Behörden waren allerdings die Stellplätze ein Dorn im Auge. Außerdem möchten sie die straßenbegleiteten Grünbeete im nordöstlichen Teil der Dorfmitte erhalten. Eisentraut konnte erwirken, dass drei Stellplätze erlaubt werden und die Grünstreifen bis auf einen erhalten bleiben, da noch genügend Platz für einen Bürgersteig bleibt.


Baubeginn für die Zehnt 2018

Den Lärm-, Staub- und Schmutzgeplagten in Aura sei es ein Trost, dass der Baubeginn für die Zehnt für 2018 vorgesehen ist. Allerdings kommt im Sommer noch die Verlegung des Wildbachs an der Schrenk hinzu, und es könnte sein, dass die Neu-Kanalisierung der Gartenstraße sich dazwischen schiebt, so Bürgermeister Thomas Hack.
Was die Maßnahme Zehnt angeht, wies er darauf hin, dass das Projekt auch den Umgriff des Dorfplatzes einbezieht, von der Hauptstraße bis zum "Klosterfeld". Jedoch sei "nichts in Stein gemeißelt", antwortete er auf Einwände, die zum Beispiel Zugang oder Garageneinfahrten betreffen. Hier zeigten sich das Amt und die Gemeinde flexibel, versicherte der Bürgermeister. Den von Rudolf Rohr angeregten Schmuckelementen für den Platz - er denkt etwa an einen Brunnen oder an den Torbogen der ehemaligen Klostereinfahrt - steht er jedoch skeptisch gegenüber.
Für den Komplex Zehnt, für den Kosten in Höhe von 800 000 bis zu einer Million Euro kalkuliert sind, stellt das ALE eine Förderung von 60 Prozent in Aussicht. Es besteht sogar die Möglichkeit, den Platz an der Festhalle in die Förderung mit einzubeziehen. Dies betrifft auch die Neuverlegung von Wasser- und Kanalleitung in "Klein-Aura", wo eine Mischwasserleitung vorgesehen ist - ein Thema, bei dem es noch Diskussionsbedarf gibt.
Der Abriss der ehemaligen Gaststätte muss nachverlegt werden, da sich sonst die Baumaßnahmen gegenseitig behindern würden. Das Staatliche Bauamt sicherte eine Förderung bis zu 75 Prozent zu.
Ob an dem entstandenen Steilhang der Schrenk - wo der neue Radweg verläuft - eine Gabionenwand aus Steinkäfigen oder andere, stützende Bauteile verwendet werden, ist noch offen. "An den Gabionen bestehen Zweifel wegen des hohen Wanddrucks", entgegnete Hack dem fragenden Roland Hirt.
Im zweiten Teil der mit rund 100 Bürgern besuchten Versammlung informierte Thomas Hack über die Haushaltslage. Demnach schließt der Gesamthaushalt 2016 mit 3,75 Millionen Euro ab, wovon etwa 1,5 Millionen Euro in den Verwaltungshaushalt und rund 2,27 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt entfallen.


Darlehensrekord

Bei einer Zuführung in Höhe von 77 000 Euro an den Vermögenshaushalt sind die größten Einnahmeposten die Einkommenssteueranteile (390 000) und die Schlüsselzuweisungen mit 303 000 Euro.
An Umlagen muss die Gemeinde vor allem rund 320 000 Euro Kreisumlage und 149 000 Euro an die Verwaltungsgemeinschaft zahlen. Der Investitionsanteil Auras an die gemeinsame Einhard-Schule beläuft sich auf insgesamt 380 000 Euro, die Aura mit jährlich 51 000 Euro abbezahlt.
Aktuell verzeichnet Aura einen Darlehensrekord in Höhe von 718 000 Euro, dem aber auch - bei ausstehenden Beitragszahlungen von rund 700 000 Euro - ein Rücklagenrekord von etwa 711 000 Euro gegenüber steht. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 828 Euro, der Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegt bei 600 Euro.


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