Hammelburg
Jubiläum

Kunst im früheren Kaufhaus

Eine Gruppe von Kulturschaffenden nutzt die leer stehenden oberen Etagen für eine Ausstellung anlässlich der 1300-Jahrfeier.
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Ingrid Holzinger misst den Platz für ihre Acryl-Bilder aus.Foto: Arkadius Guzy
Ingrid Holzinger misst den Platz für ihre Acryl-Bilder aus.Foto: Arkadius Guzy
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Wie das ehemalige Kaufhaus künftig genutzt wird, ist noch nicht entschieden. Die beiden freien Etagen verwandeln sich jetzt erst einmal aber in eine Galerie.

Die ersten Bilder hängen schon an den Wänden, die ersten Skulpturen und Plastiken stehen in den Räumen. Diese bieten für die Kunst eine wunderbare Spielfläche. So schafft die Architektur mit ihren schlanken Deckenstützen schon von sich aus eine Aufteilung des Ausstellungsplatzes. "Als ich die Räumlichkeiten sah, dachte ich sogleich, dass sich damit etwas anfangen lässt", sagt Gabriela Hermanns.

Die Steinmetzin gehört zu den 25 Berufs- und Hobbykünstlern, die ihre Arbeiten ab 7. Mai im ehemaligen Kaufhaus präsentieren wollen. Auch wenn die beiden Obergeschosse des Gebäudes dafür einen idealen Rahmen bilden, musste die Gruppe sie doch erst herrichten. Der Leerstand hatte seine Spuren hinterlassen.

"Wir mussten vor allem viel putzen", berichtet Maria Heckmann. Die Künstler strichen zudem die Wände in ihren Ausstellungsbereichen. Gabriela Hermanns installierte für sich noch extra Lampen, um ihre Skulpturen besser wirken zu lassen.

Bei einigen Arbeiten half der Bauhof, wie Maria Heckmann erklärt. Das ehemalige Hammelburger Kaufhaus gehört seit Anfang des Jahres der Stadt. Das sei günstig für die Vorbereitung gewesen, auch wenn schon der vorherige Eigentümer die Ausstellung ins Kaufhaus hereingelassen habe.

Maria Heckmann, Barbara Winter und Maria Rinecker sind die Initiatorinnen der Kunstaktion. Die Idee entstand bei einer von der Stadt angesetzten Besprechung zum Jubiläumsjahr. Unter dem Slogan "KUNSTvereint" versammelten die drei Frauen die weiteren Kunstschaffenden - allesamt Hammelburger oder Personen mit Bezug zu Hammelburg - und überzeugten sie von der Teilnahme.

"Ich habe schon lange keine Ausstellung mehr gemacht", meint Gabriela Hermanns. Sie wird drei speziell zum Thema "ZEITräume" angefertigte Skulpturen präsentieren, auch wenn das zusätzlichen Stress zu ihrer eigentlichen Arbeit bedeutet habe.

Die Werke, die im Kaufhaus zu sehen sein werden, decken einen breiten kreativen Bereich ab: So werden neben Gemälden, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen zum Beispiel auch Installationen zu finden sein. Für einige wie Hobbykünstlerin Ingrid Holzinger ist es das erste Mal, dass sie an einer solch großen Ausstellung teilnehmen.

Die will auch an die Bedeutung des früheren Kaufhauses für das städtische Leben erinnern. Eine Fläche ist der Geschichte des Gebäudes gewidmet. Einige wenige aus der Künstler-Gruppe haben sogar selbst einmal in dem Kaufhaus gearbeitet: Maria Rinecker machte dort in den 70er Jahren ihre Ausbildung.

Wie der Slogan der Gruppe "KUNSTvereint" andeutet, ist die Aktion vielleicht der Anstoß zur Gründung eines eigenen Kunstvereins. Maria Heckmann erklärt dazu: "Wir wollen erst einmal das Projekt machen und uns dann überlegen, ob wir weiter zusammenarbeiten wollen." Die Idee gibt es aber auf jeden Fall. Schließlich hat Hammelburg im Gegensatz zu anderen Städten noch keinen Kunstverein.


Die Ausstellung "ZEITräume" wird am Samstag, 7. Mai, um 18 Uhr im alten Kaufhaus eröffnet. Sie ist bis zum 19. Juni samstags und an Sonn- und Feiertagen zu sehen. Am Samstag, 4. Juni, gibt es eine Kunstnacht. Dann sind auch zeitgleich die Ausstellung Mail-Art Bocksbeutel am Viehmarkt und das Höfling-Haus geöffnet. Die Finissage findet am Sonntag, 19. Juni, um 17 Uhr statt.




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