Hammelburg

Kreativer Advent belebt Hammelburger Altstadt

Zum Altstadt-Advent sind am Wochenende viele Besucher gekommen. Die Aussteller sind mit der Resonanz zufrieden.
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Kinderkarussel auf dem Altstadt-Advent in Hammelburg. Foto: Gerd Schaar
Kinderkarussel auf dem Altstadt-Advent in Hammelburg. Foto: Gerd Schaar
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Zur Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit gibt es den beliebten Altstadt-Advent. Der Besucherstrom am Wochenende war groß. Nicht nur Einheimische aus der Näheren Region genossen das besondere Ambiente in der beleuchteten Altstadt. "Der Hammelburger Advent gehört zu meinen festen Jahresdaten", meinte etwa Alfons Kleinhenz aus Schweinfurt.

Freilich, warm angezogen sollten die Besucher schon sein. So waren wärmende Kopfbedeckungen und Schals bei den frostigen Temperaturen gefragt. Bei Kerstin Schaub zum Beispiel wurde der Suchende fündig. "Ich stricke das ganze Jahr über für diesen Adventsmarkt", erzählte die Ausstellerin. Heiß her ging es hingegen bei Eva Leurer, die im Innenhof der Wirtschaft am Viehmarkt ihren Spezialofen bereit hielt, um darin Anhänger zu emaillieren. "Das ist auch etwas für Kinder", sagte sie. Die konnten gefahrlos ihre Glasperlen auf der kleinen Kupferplatte anordnen, bevor Leurer Perlen in den 1400 Grad heißen Backraum schob.

Leuchtspuren führten die Besucher in der Dunkelheit in verschiedene Höfe, beispielsweise zu Winzern oder auch in die Bahnhofstraße zum Anwesen "Voullié". Dort hatten sich die Hammelburger Unternehmer Kathrin Sell, Thomas Römer und Michaela Faltus mit einer adventlichen Ausstellung zusammengetan. "Nein, die Bahnhofstraße ist ganz und gar nicht tot. Wenn die Geschäftsleute etwas tun, dann wird es gern angenommen", sagte Sell. "Ich bin angenehm überrascht von den Besuchern, und ich werde im kommenden Jahr wieder dabei sein", bestätigte Faltus. "Ich bin zufrieden mit der Resonanz in der Bahnhofstraße", schloss sich Römer an.


Korbflechten bis Kaffeekapseln

Holz in jeglicher Form war bei den Besuchern gefragt. "Vor allem die kleineren und preiswerten Holzartikel sind die Renner", bestätigte Karl-Heinz Grimm. Der Winzer aus Wirmsthal bastelt aus alten Fassdauben Schalen und Leuchter. Ein handfestes, aber vom Aussterben bedrohtes Handwerk ist das Korbflechten, das Fridolin Thomas aus Thulba präsentierte. "Das Flechten hat mir mein Vater in den 1950er Jahren beigebracht. Reich wird man davon nicht", erzählte er. Aus recycleten Kaffee-Kapseln kann wundervoller Schmuck entstehen. "Gut gespült und gereinigt presse ich die Aluminiumkapseln zur schmucken Form und gebe ihnen mit kleinen Hammerschlägen neue Optik und neues Leben", sagt Renate Allendorf aus Gemünden. Sie ist bereits das zweite Mal Ausstellerin beim Hammelburger Advent.

Eröffnet wurde der Altstadt-Advent am Samstagabend am Rathaus vom Christkind und seinen Engeln am Rathaus. Weltliche Unterstützung kam von Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) sowie einer Bläsergruppe der Stadtkapelle.

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