Westheim bei Bad Kissingen
Versammlung

Kommandowechsel bei der Wehr

Wolfgang Besler heißt der neue erste Kommandant bei der Freiwilligen Feuerwehr Westheim. Er löste Stefan Müller ab, der diese Position elf Jahre lang ausfüllte. Zweiter Kommandant ist nun der bisherige Jugendwart Manuel Schelp.
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Nach elf Jahren löste der bisherige zweite Kommandant Wolfgang Besler (links) den ersten Kommandanten Stefan Müller in dessen Amt ab.  Foto: Gerd Schaar
Nach elf Jahren löste der bisherige zweite Kommandant Wolfgang Besler (links) den ersten Kommandanten Stefan Müller in dessen Amt ab. Foto: Gerd Schaar
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Die Dienstversammlung der Westheimer Feuerwehr war das geeignete Forum für einen Kommandowechsel. Nach elf Jahren löste der bisherige zweite Kommandant Wolfgang Besler den bisherigen ersten Kommandanten Stefan Müller in dessen Amt ab. Besler blickt auf 25 aktive Dienstjahre zurück, für die er jetzt geehrt wurde. Jugendwart Manuel Schelp rückte auf den frei werdenden Platz des zweiten Kommandanten nach.
"Wir wollen weiterhin eine schlagkräftige Feuerwehr sein", freute sich Roland Pfülb, der Vorsitzende des Westheimer Feuerwehrvereins, über die gelungene Wahl. "Elf Jahre in einem solch verantwortungsvollen Dienst - das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit", bedankte sich Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) beim scheidenden Kommandanten Müller, dem er ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement und Feuerwehr-Leidenschaft zusprach. Die erfolgreiche Herbstübung im alten Westheimer Ortskern (am ehemaligen Gasthaus Streit) habe heuer gezeigt, dass die Zusammenarbeit aller Wehren aus dem Bereich Hammelburg gut funktioniere.

Rückschau auf Einsätze

Müller erwähnte in seiner Jahresrückschau rund ein Dutzend ernsthafte Einsätze, darunter etwa die Hälfte anlässlich von Bränden. Auch zu einem Verkehrsunfall, zu Verkehrsabsicherungen, zu Bootseinsätzen und sogar zur Bergung eines toten Schwans sei die Westheimer Wehr ausgerückt. "Die Jobs wurden alle gekonnt erledigt", dankte Müller seinen Kameraden für deren Geduld in Sachen Ausbildung und Übung. Unter den 46 Aktiven seien 15 Atemschutz-Geräteträger. Müllers Dank galt auch dem wegen Krankheit nach 20 Jahren ausgeschiedenen Gerätewart Volker Schmitt, dem mittlerweile Jugendausbilder Philipp Heß im Amt nachfolgte.
Stolz war Manuel Schelp in seinem Jahresbericht als Jugendwart auf die neun Jugendlichen in der Westheimer Wehr. "Wir hatten nicht nur Übungsabende in unserer Jugendwehr, sondern es gab auch lustige Backstunden", berichtete er. Viele Weihnachtsplätzchen seien dann in den Geschenktüten für die ansässigen Sponsoren gelandet. Im kommenden Jahr stünden etliche Besichtigungen auf dem Plan: so zum Beispiel die Feuerwehr-Leitstelle in Schweinfurt, der Besuch einer Berufs-Feuerwehr und einer Technischen Hilfeeinrichtung sowie ein Erste-Hilfe-Kurs in Bad Brückenau. "Auch ein Jugend-Zeltlager wird es 2015 geben", kündigte Pfülb an.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Die erfolgreiche Jugendarbeit fängt schon bei den Jüngsten der Feuerwehr an, nämlich hier bei der 29-köpfigen Bambini-Gruppe. Kerstin Holzinger berichtete von einer Schauübung, einer Faschingsparty und einer Osteraktion. "Unsere Bambini sind ganz stolz auf ihre Umhängeausweise", sagte Holzinger. Im kommenden Januar sei ein Kinobesuch eingeplant. "Ich mache mir keine Sorgen über den Fortbestand unserer Wehr", meinte Ortsbeauftragte Gabriele Ebert (FW) und fügte an: "Hier gibt es eine gute Jugendarbeit und auch viel Frauenpower."
Dieser Einschätzung konnte sich Kreisbrandrat Benno Metz nur anschließen. Den Fahrern von Feuerwehrautos empfahl er die Teilnahme an den Fahrsicherheits-Trainings und den Besuch des Fahrsimulators, der im kommenden Mai in Bad Brückenau stehe. "Der Digitalfunk kommt bald", kündigte Metz an. Der Dank von Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann ging an die Stadt Hammelburg für die Ausstattung mit Wärmebildkamera und Atemschutz-Geräten. Der nächste Termin für die staatlichen Ehrungen sei für den 3. Mai 2015 geplant.

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