Hammelburg
Ausverkauft

Keine Frage des Alters

Besucherrekord beim Konzert der Senioren in der Musikakademie.
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Helga und Helmut Öffner.  Foto: Gerd Schaar
Helga und Helmut Öffner. Foto: Gerd Schaar
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Das Seniorenblasorchester Unterfranken ist seit vielen Jahren zum Adventstreffen Gast in der Musikakademie. Am Sonntag beeindruckte diese "Blasmusikfamilie" mit einem Konzert im Großen Saal. Groß war die Zahl der Zuhörer, die keinen einzigen Platz mehr frei ließen.

"Mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet", freute sich Organisator Edgar Rudloff über das große Interesse. Die Leitung des zweistündigen Konzerts hatte Erhard Rada aus Veitshöchheim, der jetzt für seine 30-jährige Dirigententätigkeit mit der Ehrennadel in Gold und Diamant von Werner Höhn (Bezirksvorsitzender Unterfranken und Vizepräsident des NBMB) und Bundesdirigent Ernst Oestreicher (Vizepräsident des BDMV) im Namen der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände und des Nordbayerischen Musikbundes geehrt wurde.


Erfahrener Praktiker

Eine solche Ehrennadel erhielt auch der Hammelburger Rudolf Hofmann, weil er seit 60 Jahren musiziert. "Von meiner Jugend an habe ich Akkordeon gespielt", sagt Hofmann. Jetzt war er als Schlagzeuger im Orchestereinsatz. "Das Schlagzeugspielen habe ich mir selbst beigebracht", so Hofmann. Lange hat er früher Tanzmusik in einer Band zur Kirchweih gespielt. Hofmann: "Da haben wir drei Tage hintereinander Musik gemacht - es war eine schöne Zeit". Er sei auch in der Stadtkapelle zum Orchestereinsatz gekommen und erinnert sich besonders an eine Reise mit dieser Kapelle nach Belgien zu einem Musikfestival. "Das sind Erinnerungen, die bleiben", sagt Hofmann. Seit zehn Jahren spielt er im Seniorenblasorchester Unterfranken mit.

Geehrt wurden für 60 Jahre Musizieren auch Helmut Fenn aus Karlstadt und Georg Göbel aus Mühlhausen. Walter Beyfuß aus Aschenroth und Edith Reuter aus Bergrheinfeld erhielten Ehrungen für 50 Jahre aktiven Musizierens. "Unser Durchschnittsalter ist rund 70 Jahre", verriet Rudloff, der nicht nur die Posaune spielte, sondern im Wechsel mit Dirigent Rada auch das Konzert moderierte. Dass Musik die beste Medizin sei, bestätigte Sänger Helmut Öffner aus Güntersleben (bei Würzburg), der mit seiner Frau Helga für einige böhmische Lieder das Mikrofon ergriff. "Nach meiner Hüftoperation war ich in Bad Kissingen zur Reha, doch mein musikalischer Einsatz hilft mir jetzt mehr als die Tabletten", so Öffner.


Zum Schluss das Wallfahrerlied

Groß war die Bandbreite der Musiktitel im Konzert. Vom fränkischen "Grüß Gott" und "Vivat Frankonia" bewegte sich das umfangreiche Programm über "Böhmische Kameraden" und einen "Piratentanz" bis hin zum "Sonnigen Süden". Eine besondere Aufmerksamkeit erhielt Ingrid Schubert aus Geroda mit ihrem Alphorn-Solo und der komponierende Posaunist Erich Weber aus Gauaschach mit seinem Kreuzberg-Wallfahrer-Lied, in das zum Konzertende alle Zuhörer einstimmten.
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