Wartmannsroth

Kein Recht auf Grabverlängerung

Mit der geplanten Schließung von Friedhofsteilen befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.
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Der Friedhof in Schwärzelbach.  Foto: Gerd Schaar
Der Friedhof in Schwärzelbach. Foto: Gerd Schaar
Sensibel näherten sich die Räte dem Thema "Schließung von Friedhofsteilen". Betroffen sind nahezu alle Friedhöfe aus den Ortsteilen von Wartmannsroth. Es geht um eine langfristige Planung, der die Neubelegung ablaufender Gräber an ungünstigen Stellen im Wege stehen würden. Nach längerer Diskussion stimmten sie zu.


Sensibles Thema

"Ja, es ist ein äußerst sensibles Thema", musste auch Bürgermeister Jürgen Karle zugeben. Doch irgendwann müsse die Gemeinde es umsetzen, auch wenn es mitunter 20 Jahre bis zum Ablauf mancher Gräber dauere. Die Flächen in den Friedhöfen seien nicht beliebig erweiterbar, und deshalb sollte der vorhandene Platz besser genutzt werden. Karle: "Hinzu kommt noch die Tendenz, dass heutzutage immer weniger konventionelle Gräber gewünscht werden." Verwaltungsleiter Daniel Görke bestätigte: "Es gibt kein allgemeines Recht auf eine zeitliche Grabverlängerung."


Kein Urnenzwang

"Was machen aber die Angehörigen bei Ablauf der Frist in wenigen Jahren, wenn sie die Gräber weiter im Gedenken an die Lieben pflegen wollen?", wollte Stefan Schottdorf wissen. Es wurde daraufhin lebhaft über das Pro und Contra diskutiert. Klar, die momentane Tendenz gehe eindeutig zur Urnenbestattung. Aber einen Urnenzwang gibt es nicht. Astrid Mützel bestätigte: "Wir müssen uns diesem heiklen Thema stellen." So reagierte der Beschluss der Räte feinfühlig mit der Anweisung, die Gräber aus den betreffenden Flächen nach Ablauf der Frist nicht mehr zu verlängern. Und zwar mit sofortiger Wirkung.


Schulsanierung geht voran

Voran geht es mit der Sanierung der Grundschule in Dittlofsroda. Jetzt stellte der beauftragte Architekt Thomas Ruser Details seiner Planung vor. Hauptsächlich diverse Energieschutz-Maßnahmen, eine auf den neuesten Stand zu bringende Haustechnik und die Umstellung auf eine Pellet-Heizung waren die Planungssäulen. "Der Förderantrag kann jetzt gestellt werden", bestätigte Ruser, nachdem die Räte zustimmten. Der Baubeginn soll Anfang Mai 2017 sein. Ruser hofft, dass alle Bauarbeiten bis zum Ende der Sommerferien fertig sind. "Zurzeit ist Hochbetrieb im Baugewerbe", so Ruser.


Zinssatz aktualisiert

Beteiligt an der Sanierung der Hammelburger Mittelschule ist automatisch die Gemeinde Wartmannsroth, denn auch von dort kommen die Schüler. Jetzt war die Frage zu klären, ob der eingeforderte Anteil in Höhe von rund 250 000 Euro als Einmalzahlung oder in 66 Jahresraten zu entrichten sei. Die Räte entschieden sich gegen die Einmalzahlung. Zustimmung gab es für die Änderung des Zinssatzes von sechs auf drei Prozent, der für die Aufbringung des Schulaufwandes seit 1988 angesetzt war. Alle zwei Jahre soll dieser Zinssatz fortan aktualisiert werden, so die Vereinbarung.

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