Hammelburg
Auftritt

Jugendblasorchester spielt im Serenadenhof

Nach einer einwöchigen Übungsphase gibt das Nordbayerische Jugendblasorchester sein traditionelles Ensemblekonzert.
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Im Serenadenhof der Bayerischen Musikakademie beweisen junge Instrumentalisten ihr Können. Foto: Gerd Schaar
Im Serenadenhof der Bayerischen Musikakademie beweisen junge Instrumentalisten ihr Können. Foto: Gerd Schaar
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Der Serenadenhof der Bayerischen Musikakademie hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Mit dem Ensemblekonzert des Nordbayerischen Jugendblasorchesters gab es dort ein Klangerlebnis erster Güte. Bundesdirigent Ernst Oestreicher hatte die Gesamtleitung und übernahm auch die Moderation.

Bevor der Konzertreigen der verschiedenen Ensembles ertönte, boten 22 Alphornbläser, die gerade ihren Workshop an der Musikakademie beendet hatten, eine Kostprobe auf ihren Instrumenten. Die mehr als 200 Besucher freuten sich über diese unerwartete Bereicherung des Konzertabends.

In verschiedenen Instrumentengruppen traten die Register des Jugendblasorchesters nacheinander auf. Ja, es ging den begeisterten Zuhörern mächtig unter die Haut, als das Waldhornensemble den Pilgerchor von Richard Wagner spielte. Der bayerische Märchenschlosskönig Ludwig II hätte sicherlich seine Freude daran gehabt. Aus denselben Hörnern erklang nach Wagner das Dschinghis-Khan-Lied "Moskau, Moskau", das Ralph Siegel komponiert hat.

Die jungen Musiker spielten auf hohem Leistungsniveau und zeigten ihre Vielseitigkeit. Die einzelnen Ensembles wurden durch Holzbläser, Flöten, Posaunen, Klarinetten, Trompeten, Saxophone sowie durch das beeindruckende "Tiefblech" Euphonium und Tuba repräsentiert. Nicht zu vergessen sind die Percussionisten, die in ihrem sechsköpfigen Ensemble mit Gioachino Rossinis Ouvertüre aus "Wilhelm Tell" auf dem Xylophon, dem Schlagzeug, den Pauken und weiteren Instrumenten schlagfertig überraschten.


Stücke aus zwei Jahrhunderten

Die Bandbreite der Kompositionen war groß, annähernd zwei Jahrhunderte. Auszüge aus dem Barbier von Sevilla oder Carmen ertönten ebenso wie George Gershwins "Walking the Dog", die Bruckner-Etüde oder Kinderlieder von der Biene Maja und Pumuckel. Die jungen Musiker spielten nicht nur recht gut, sie spielten auch recht gern. Die Begeisterung übertrug sich auf das Publikum, das mit Applaus nicht sparte.

Klar, es saßen auch viele Eltern und Geschwister unter den Zuhörern. Denn nach dem Konzert stand für die meisten Musiker die mitunter weite Heimfahrt an. Aber auch aus Hammelburg und der näheren Umgebung waren viele bekannte Gesichter im Publikum zu entdecken.

Ein großes Blechbläserensemble spielte zum Schluss noch Gershwins "I got Rhythm". Die Zuhörer begleiteten das Stück mit rhythmischem Klatschen. Danach war noch eine Zugabe fällig.

Oestreicher freute sich und ließ keine Gelegenheit aus, auf die Konzerte des Nordbayerischen Jugendblasorchesters hinzuweisen: am Samstag, 24. September, um 19.30 Uhr im Onoldiasaal in Ansbach; am Sonntag, 25. September, um 18 Uhr im Max-Littmann-Saal in Bad Kissingen. Und das Bezirksjugendsinfonieorchester Unterfranken unter der Leitung von Hermann Freibott gibt am Samstag, 10. September, ab 19.30 Uhr ein Konzert im großen Saal der Musikakademie Hammelburg.
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