Hammelburg
Kirche

Johannes Merz neuer Kanzler der Kurie

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Professor Dr. Johannes Merz (51), Leiter der Schriftgutverwaltung der Diözese Würzburg, mit Wirkung zum 1. Januar 2016 zum Kanzler der Kurie ernannt.
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Generalvikar Thomas Keßler (rechts) überreichte Professor Dr. Johannes Merz die bischöfliche Ernennungsurkunde zum Kanzler der Kurie sowie als Geschenk einen Füller.  Foto: Markus Hauck/ pow
Generalvikar Thomas Keßler (rechts) überreichte Professor Dr. Johannes Merz die bischöfliche Ernennungsurkunde zum Kanzler der Kurie sowie als Geschenk einen Füller. Foto: Markus Hauck/ pow
Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat Professor Dr. Johannes Merz (51), Leiter der Schriftgutverwaltung der Diözese Würzburg, mit Wirkung zum 1. Januar 2016 zum Kanzler der Kurie ernannt. Bisher wurde dieses Amt in Personalunion vom Generalvikar wahrgenommen.
Für Generalvikar Thomas Keßler ist die Ernennung ein erster Schritt der Neugestaltung der diözesanen Verwaltung.


Verwaltungs-Dokumentation

Laut Kirchenrecht ist der Kanzler in der bischöflichen Kurie für die Ausfertigung, Aufbewahrung und Herausgabe von Schriftstücken zuständig. In der Praxis bedeutet das vor allem eine rechts- und zukunftssichere Dokumentation der Verwaltungsvollzüge, auf die bei Bedarf zuverlässig zugegriffen werden kann.
Eine neue Geschäftsordnung für das Bischöfliche Ordinariat soll dafür die Grundlage bilden. In einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese betont Generalvikar Keßler, dass das Leitmotiv des Dienstes und der Strukturen in der Verwaltung sein müsse, der Seelsorge im Bistum Würzburg zu dienen. Dazu seien sowohl die tätige Mitsorge der Mitarbeiter als auch eine effektive Gestaltung der Bistumsverwaltung notwendig.


Werdegang

Vorzüge des Amts des Kanzlers sind nach den Worten des Generalvikars, dass Standards in den organisatorischen Vorgehensweisen, im Umgang mit Dokumenten und im Einsatz der Technik entwickelt werden. "Die Verwaltungsvollzüge sollen einfacher, transparenter und effizienter gestaltet werden. Das dient dem Wohl des gesamten Bistums", schreibt Keßler.
Johannes Merz wurde 1964 in Hammelburg geboren. Nach dem Studium der Geschichte, Theologie, Philosophie und Germanistik in Würzburg, Marburg und Padua wurde er 1992 als Graduiertenstipendiat der Universität Würzburg zum Dr. phil. promoviert. Anschließend wirkte er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für bayerische Landesgeschichte der Universität München und wechselte 1997 als Akademischer Rat an die Bayerische Akademie der Wissenschaften.
1999 folgte die Habilitation für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität München. Seit 2000 lehrte Merz dort als Privatdozent, seit 2006 als außerordentlicher Professor. Daneben nahm er Lehrstuhlvertretungen in Passau und Saarbrücken wahr.
Zum 1. April 2003 übernahm er die Leitung der neu errichteten Abteilung "Schriftgutverwaltung" im Bischöflichen Ordinariat Würzburg. Ihr zugeordnet sind das Diözesanarchiv, die Diözesanbibliothek und die Registratur des Bischöflichen Ordinariats. 2011 wurde er zudem an der Universität Würzburg zum außerordentlichen Professor für die Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit ernannt. 2014 berief ihn Bischof Dr. Friedhelm Hofmann zum Vizekanzler der Kurie, verbunden mit der Vollmacht eines kirchlichen Notars. pow

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