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Fuchsstadt
Naturschutz

Informationen frisch vom Gemüsefeld

30 Interessierte trotzten der Hitze und kamen zu einer Veranstaltung des Bund Naturschutzes auf das Gemüsefeld der Familie Pfülb in Fuchsstadt.
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30 Interessierte informierten sich bei Ökobauer Hans Pfülb in Fuchsstadt über die Ökolandwirtschaft. Foto: Gottfried Hummel
30 Interessierte informierten sich bei Ökobauer Hans Pfülb in Fuchsstadt über die Ökolandwirtschaft. Foto: Gottfried Hummel
Die einen weil sie den biologischen Landbau kennen lernen wollten, die anderen weil sie den Ökoanbau vor Ort sehen wollten.
Momentan gibt es vor allem Blattsalate zu sehen bei den Naturlandwirten Eileen und Hans Pfülb. Die beiden berichteten von ihrer Arbeit auf dem Feld und in den Gewächshäusern. Die Unterschiede zur konventionellen Landwirtschaft liegen vor allem in der Düngung und in der Schädlingsbekämpfung. So sind weder Mineraldünger, noch Gülle, sondern nur abgelagerter Festmist erlaubt. Stickstoff wird auch durch den Anbau von Leguminosen (Ackerbohnen) produziert, das Ergänzungspräparat EM, effektive Mikroorganismen, hilft flüchtigen Ammoniak aufzuschließen und zu binden. Fruchtwechsel und Gründüngung dienen zur Bodenverbesserung und zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit.
Auch im ökologischen Gemüsebau finden sich unerwünschte Lebewesen wie etwa Blattläuse. Durch Vermehren der natürlichen Feinde wie Marienkäfer oder mechanischen Schutz mit Netzen gegen Erdflöhe versuchen die Ökobauern den Schaden gering zu halten. Bereits seit 1991 betreiben Hans und Eileen Pfülb den Betrieb in der Schweinfurter Str. 34 nach den Richtlinien von Naturland. Ihr Einkommen finden die Pfülbs über die Direktvermarktung auf den Bauernmärkten von Hammelburg und Bad Kissingen, und dem Ab-Hof-Verkauf.
Sie erzeugen unter dem Motto "Bio mit Gesicht": Die ganze Familie mit Opa Lothar und den mittlerweile drei erwachsenen Kindern hilft mit, sei es auf dem Feld oder auf dem Markt. Mit "Herzblut" und auch viel körperlichem Einsatz arbeiten die Pfülbs auf ihren 70 Hektar Acker. Davon wachsen auf zehn Hektar Rotklee zur Saatgutvermehrung, auf 2,5 Hektar Kartoffeln und auf einem Hektar Gemüse. Auf den übrigen Feldern wird Biogetreide angebaut. "Unsere Kunden schätzen den intensiveren Geschmack des Biogemüses. Da darf eine Rübe auch mal etwas krümmer gewachsen sein," so Eileen Pfülb.
Auch Franz Zang, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe war begeistert von dem langjährigen Engagement der Biolandwirte Pfülb. " Wir brauchen noch viel mehr Ökolandwirtschaft. Jeder kann dazu beitragen als Produzent und als Verbraucher. Gesunde Lebensmittel, umweltschonend hergestellt sind ein wichtiger Schritt, um die Klimaerwärmung zu vermindern," so Zang.
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