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Frankenbrunn
Kultur

Im Chor stimmt das Miteinander

Seit 30 Jahren singen Frauen mit Begeisterung in der Frauenschola des Gartenbauvereins Frankenbrunn. Vor allem das alte Liedgut wird gepflegt. Der Einladung zum Adventssingen folgten auch andere Musikgruppen und Chöre.
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Alphornbläser gestalteten das Konzert der Frauenschola mit. Fotos: Gerd Schaar
Alphornbläser gestalteten das Konzert der Frauenschola mit. Fotos: Gerd Schaar
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Zum Adventssingen war die Bonifatiuskirche am Freitagabend recht gut gefüllt. Die Frauenschola des Gartenbauvereins Frankenbrunn sang nicht allein. Gastchöre und Alphornbläser waren der Einladung zum Adventssingen gefolgt.
Den Taktstock für die Sängerinnen der Frauenschola schwang Chorleiter Florian Seuffert. Der Singkreis aus Schönderling stand unter Leitung von Elke Schneider. Der Chor des Gesangvereins Hoffnung unter der Leitung von Heike Schmitt kam aus Untereschenbach. Außerdem gab es den Klang von Alphörnern mit Bläsern aus dem Eschenbachtal unter der Leitung von Udo Kiene.
In der heimischen Frauen-schola, der zur Gründungszeit vor 30 Jahren 28 Frauen ihre Stimmen liehen, singen heute noch zwölf. "Und wir singen immer noch gerne", ließ Vorsitzende Irmgard Heinrich unmissverständlich wissen. Zu den Gründungsmitgliedern dieses Chores gehören Lydia Möhres und Elly Vorndran, die jetzt aus den aktiven Auftritten ausscheiden und mit Dankesurkunden verabschiedet wurden.
"Dass es bei uns keine ganz jungen Sängerinnen gibt, ist sicherlich eine Folge unserer Liederauswahl", meinte Irmgard Heinrich auf Anfrage dieser Zeitung. Für die junge Generation sei die Frauenschola zu unattraktiv. Heinrich: "Die Jungen wollen modernes Liedgut haben, und die Alten würden dann vielleicht gehen." Auch wenn sich der Chor der Frauenschola über die Jahre hinweg ausgedünnt hat, strahlt der Auftritt der verbliebenen Sängerinnen auf den Altarstufen in der Bonifatius-Kirche fröhliches Selbstbewusstsein aus. Das spürten im Konzert auch die begeisterten Zuhörer und bestätigten dies mit ihrem kräftigen Applaus.


Auftritte in Seniorenheimen

Man hört sie zu runden Geburtstagen, goldenen Hochzeiten, Weihnachten, Kommunion und auf weiteren Festen. Die Frauenschola genießt in der Region Anerkennung. "Das ist ein Stück von Frankenbrunn", meint Heinrich. Der Chor singe zur vorweihnachtlichen Zeit auch in Seniorenheimen landkreisweit. Von Insidern werden diese Sängerinnen liebevoll als "Laibach-Lerchen" bezeichnet. Pfarrer Karl Theodor Mauer habe diesen Kosenamen kreiert.
"Solange meine Stimme noch mitmacht, bin ich mit Begeisterung in unserem Chor dabei", bestätigte Heinrich. Chorleiter Seuffert: "Es ist ein schönes Miteinander."
Seit etwa einem Jahrzehnt gebe es die Zusammenarbeit. "Ich unterstütze gerne Chöre", sagte er und gibt seinen Willen kund, alles gegen deren Untergang zu unternehmen. "Obendrein sollten wir das alte Liedgut leben lassen, ist es doch ein Stück von unserer Kultur", lässt Heinrich Herzblut erkennen. Florian Seufferts Geheimrezept: "Es muss halt genug Spaß machen, ansonsten geht es nicht."

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