Aura an der Saale

Hort bleibt mit der größte Posten

Der Auraer Kindergarten St. Laurentius bleibt im Defizit. Rund 32 000 Euro musste die Gemeinde 2013 zusätzlich zur Deckung der Kosten aufbringen. Auch heuer wird sich an dieser Summe kaum etwas ändern.
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Der Auraer Kindergarten St. Laurentius braucht weiterhin Unterstützung von der Gemeinde, da die Zuschüsse allein zur Kostendeckung nicht ausreichen.  Fotos: Winfried Ehling
Der Auraer Kindergarten St. Laurentius braucht weiterhin Unterstützung von der Gemeinde, da die Zuschüsse allein zur Kostendeckung nicht ausreichen. Fotos: Winfried Ehling
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Nach Worten von Bürgermeister Thomas Hack (CSU/ Bürger für Aura) ist St. Laurentius nach der Kreisumlage der größte Ausgabeposten im Haushalt. Andreas Troll und Björn Heim vom Kindergartenvorstand legten in der Gemeinderatsitzung die Zahlen vor, nach denen - unabhängig von Buchungszeiten und Kinderzahlen - in diesem Jahr ein Finanzloch in ähnlicher Höhe im einzigen nicht-gemeindlichen Kindergarten der VG zu erwarten ist.
Im Innen- und Außenbereich gut aufgestellt ist die Einrichtung derzeit ausgebucht. Der Vorstand zieht für 2015 sogar die Einstellung einer neuen Kraft in Erwägung. Von den 193 000 Euro Ausgaben des Vorjahres fließt das meiste Geld in die Personalkosten.
Norbert Schmitt (CSU/Bürger für Aura) schlug Veranstaltungen zur Generierung von Geldern vor. Diese fänden zwar statt, der Erlös daraus werde jedoch wie zum Beispiel beim Sommerfest für Reparaturen, Neuanschaffungen oder den laufenden Betrieb benötigt, erläuterte Heim.
Stellvertretender Bürgermeister Alfred Graser (CSU/ Bürger für Aura) warf die Frage nach den Heizkosten auf. Ohne nachweislich große Wärmebrücken im Gebäude harmoniert die Heizung, die mit der Kirche gekoppelt ist, nicht wie gewünscht. "Trotz verbesserter Technik wäre eine autarke Heizung die optimale Lösung", merkte Heim an. "Hätten wir eine Millionen Euro auf dem Konto gäbe ich dieser Maßnahme erste Priorität", versicherte der Bürgermeister.

Rat gewährt Vorschuss

Der Gemeinderat kam einstimmig überein, das Defizit des Vorjahres auszugleichen. Um den Trägerverein solvent zu halten gewährte er einen Vorschuss auf das laufende Jahr in Höhe 20 000 Euro. Andreas Troll informierte abschließend über eine neue Mustersatzung des Caritasverbands, die der Kindergarten Aura übernehmen will.
Über Einsparungen konnte sich das Gremium bei den Sanierungsplanungen der Wasser- und Kanalleitungen freuen. Planer Matthias Kirchner, der den fünf neu gewählten Räten die Maßnahme erläuterte, legte dar, dass die Kosten für die Kanalerneuerung in der Gartenstraße durch den Bau eines Rückhaltebeckens entscheidend gedrosselt werden können. Statt 277 000 Euro wären nur 125 000 Euro für dieses Projekt zu veranschlagen.
Das Ratsgremium nahm die vorgelegte Planung zur Weiterbearbeitung an. Ab dem 2. April sind Kamera-Untersuchungen in "Klein-Aura" im öffentlichen und - soweit möglich - im privaten Bereich vorgesehen, informierte Kirchner.
Von den Parkplätzen abgesehen, stimmte der Rat dem Bauvorhaben von Alfred Kraus zu, der mehrere Ferienwohnungen im bestehenden Wohnhaus "Am Rasen" einbauen will. Dazu muss ein Schuppen entfernt werden. Die Genehmigung zum Bau eines Einfamilienhauses sowie die nötigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans erhielten Francesca Catoni und Oliver Kirchner, die den Bau eines Bungalows im Neubauviertel planen.




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