Hammelburg
Auszeichnung

Hammelburg ist wieder Fairtrade-Town

Hammelburg hat erneut den Titel Fairtrade-Town bekommen. Mehrere Aktionen sollen die Idee des fairen Handels daher noch mehr ins Bewusstsein rücken.
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Annemarie Fell, Bürgermeister Armin Warmuth und Gabi Jabeur-Holtmann werben für den Fairtrade-Gedanken. Foto: Arkadius Guzy
Annemarie Fell, Bürgermeister Armin Warmuth und Gabi Jabeur-Holtmann werben für den Fairtrade-Gedanken. Foto: Arkadius Guzy
Dass Hammelburg sich die vergangenen zwei Jahre zu dem Kreis der Fairtrade-Städte zählen durfte, war nicht unbedingt immer öffentlichkeitswirksam zu erkennen. Das soll sich nun ändern, zumal Hammelburg sich das Zertifikat Fairtrade-Stadt für weitere zwei Jahre verdient hat.

"Wir wollen, dass die Fairtrade-Auszeichnung noch sichtbarer wird", sagt Gabi Jabeur-Holtmann. Sie sitzt als Fairtrade-Beauftragte der Stadtverwaltung mit Vertretern von Kirchen, Schulen und der Geschäftswelt in der Steuerungsgruppe. Es gehe darum, wie mit dem Titel stärker geworben werden könne, meint Annemarie Fell aus dem Weltladen-Team.

So sind für dieses Jahr mehrere Aktionen geplant. Die Engagierten werden sich demnächst an Hotels, Gaststätten, Cafés und andere Betriebe wenden und ihnen ein spezielles Sortiment an gerecht produzierten Produkten vorstellen. Sie wollen, dass die Betriebe zum Beispiel für Betthupferl, Zuckertütchen oder kleine Süßigkeiten zum Kaffee Fairtrade-Artikel berücksichtigen. Wer mitmacht, bekommt einen Fairtrade-Aufkleber für sein Geschäft.

Zum Weltfrauentag am 8. März wird es eine Rosenaktion geben. Und am 24. Juni findet ein Fairtrade-Markt statt. Dann präsentieren sich verschiedene Anbieter mit Ständen auf dem Viehmarkt.

Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) unterstützt den Einsatz. Es gehe schließlich um Gerechtigkeit und Humanität. "Es ist insbesondere schön, dass die Schulen mit dabei sind", erklärt er. Die Hammelburger Jakob-Kaiser-Realschule darf sich seit vergangenem Jahr sogar mit dem separaten Logo Fairtrade-School schmücken. Sie war die erste Schule im Landkreis Bad Kissingen, die sich um diesen Titel beworben hatte. Das Hammelburger Frobenius-Gymnasium folgt in Kürze.

Aus Anlass der erneuten Urkundenverleihung an die Stadt bekommen alle Schulen in Hammelburg auf Initiative des Bürgermeisters jeweils einen Fußball, der garantiert ohne Kinderarbeit und fair produziert wurde. Die Kinder und Jugendlichen sollen beim Spielen merken, dass es Wahlmöglichkeiten beim Kauf aller Art von Sachen gibt. Und die Schulen sollen angeregt werden, bei künftigen Materialbestellungen an Fairtrade-Angebote zu denken.

So soll die Idee hinter der Fairtrade-Bewegung, Produzenten außerhalb der Industrieländer angemessene Einkommen und gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, weitere Kreise ziehen. Das ist das Ziel der Steuerungsgruppe für die kommenden zwei Jahre. Die Steuerungsgruppe, aber auch die bereits teilnehmenden Betriebe und Institutionen sowie die rund 40 Helfer im Weltladen sind eine gut Ausgangsbasis.

Nach den zwei Jahren wird die hinter der Zertifizierung stehende Organisation Transfair erneut prüfen, ob die Stadt die Kriterien noch erfüllt. Für den jetzt erneuerten Titel musste die Stadt belegen, dass der Fairtrade-Gedanke weiter aktuell ist. Die Urkunde bescheinigt, dass Hammelburg eine Vorreiterrolle einnehme und Zeichen setze.

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