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Schwärzelbach
Fortbildung

Geschmack der Rosen

Werner Beck und Ingrid Bold haben gezeigt, wie man die prächtigen Pflanzen pflegt und was man damit machen kann.
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Der "Rosenbaron" Werner Beck gilt als Experte. Ihm sind seine Rosen ans Herz gewachsen. Fotos: Gerd Schaar
Der "Rosenbaron" Werner Beck gilt als Experte. Ihm sind seine Rosen ans Herz gewachsen. Fotos: Gerd Schaar
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Rund 60 verschiedene Rosenanpflanzungen auf dem Anwesen von Werner Beck, Kreisverbandsbeirat und Vorsitzender des ansässigen Obst- und Gartenbauvereins, lockten viele Gäste nach Schwärzelbach. Der als "Rosenbaron" bekannte Experte Beck informierte über Zucht und Pflege dieser königlichen Blumen.

Die Namen der Rosen lauten Aloha, Angela, Barkarole, My Girl, Schneewittchen, Traumfrau oder Westerland. Becks Überblick über die Rosen von A bis Z lauschten die Zuhörer aufmerksam. Sie waren auch neugierig, wie man diese edlen Blumen richtig pflegt. "Über Themen wie Düngung und Beseitigung eventueller Rosenkrankheiten bis hin zum richtigen Schnitt und der Veredelung kann man mich jederzeit fragen", sagte Beck. Ein Hingucker war Becks Rosenvermehrung. "Es gibt hierzu mehrere Methoden", wies Beck auf Stecklinge hin, die im Boden landen und mit einem Stein beschwert werden. Oder die eingesetzte Rosenpflanze, die in einem ausgeschnittenen Auge einer anderen Rosenpflanze landet.

"Ich schaue jeden Tag nach meinen Rosen", lässt Beck erkennen, dass ihm diese edlen Pflanzen ans Herz gewachsen sind: "Die Rosenpflege ist ein Thema nicht nur für das Frühjahr oder den Sommer." Das Fazit von stellvertretendem Kreisverbandsvorsitzenden Hubert Kober: "Wir konnten heute viel über die Rosen erfahren." Becks Fachvorträge seien absolut empfehlenswert.

Rosengeschmack auf der Zunge

"Ich habe etliche Anwendungen von Rosenblättern gemacht", lud Kräuter-Expertin Ingrid Bold zum Geschmackstest mit Rosenaroma-Getränken, Rosenzucker und Rosensalz ein. Die getrockneten Rosenblüten landeten im Mörser und erhielten nach Bearbeitung mit Salz oder Zucker eine ähnlich kristalline Struktur bis hin zur puder ähnlichen Substanz. "Freilich geht das auch mit einem Stabmixer oder ähnlichen elektrischen Geräten", sagte Bold. Doch die Handbearbeitung im Mörser reiche. So entsteht zum Beispiel die Basis eines Rosenzuckergusses für Torten oder Weihnachtsplätzchen.

Rosenblätter schwimmen zusammen mit Cointreau-Likör, Zitronensaft und Zucker in der Schüssel als Ansatz für eine Rosenbowle. Nach ein paar Stunden des Durchziehens kommen Weißwein und Sekt hinzu. Wer es lieber mit wenig Alkohol liebt, nimmt kaltes Mineralwasser. Auch selbst gemachter Rosensirup steht auf Bolds Tisch für das Aromatisieren von Wasser oder Sekt. Die Gäste lassen sich die erfrischenden Getränke gern auf der Zunge zergehen. Am schönsten ist es aber, den Duft der Blüten zu bewundern, wenn sie noch nicht gepflückt sind.

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