Fuchsstadt
Baumaßnahmen

Generalsanierung im Akkord

Das Schulhaus in Fuchsstadt wird gerade für 1,5 Millionen Euro generalsaniert und das in nur vier Monaten. Die Mehrzweckhalle nebenan folgt 2018.
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Wandern einmal anders, hieß es gestern für die Mitglieder einer Wandergruppe: Sie liefen zusammen mit anderen Helfern mehrfach über den Pausenhof der Grundschule und luden Container aus. Foto: Kerstin Väth
Wandern einmal anders, hieß es gestern für die Mitglieder einer Wandergruppe: Sie liefen zusammen mit anderen Helfern mehrfach über den Pausenhof der Grundschule und luden Container aus. Foto: Kerstin Väth
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In der Aula der Grundschule und in einigen Räumen sind die Arbeiter noch fleißig. Es wird gestrichen und gefließt. Währenddessen trugen gestern Früh aber schon viele fleißige Helfer wieder ausgelagertes Mobiliar und Kartons in die fertig gestellten Räume. "Ich hatte einen Aufruf im Gemeindeblatt veröffentlicht, dass wir Helfer benötigen und das hat sowohl beim Ausräumen als auch jetzt super geklappt", freut sich Bürgermeister Peter Hart, der selbst vor Ort mit anpackt.
Mitte Mai hatten die Arbeiten am Schulstandort Fuchsstadt begonnen. Die fünf Grundschulklassen der Johannes-Petri-Volksschule Langendorf, die hier unterrichtet werden, waren zum Teil auf der Empore der angrenzenden Mehrzweckhalle untergebracht. Material und Mobiliar wurden auf Vereinsräume der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und der KAB verteilt. Zudem wurden zwei große Container auf den Pausenhof gestellt und vollgepackt. Die Vereine reagierten sehr verständnisvoll, berichtet Hart. Damit sie ihre Räume wieder nutzen können, trugen Freiwillige - meist Eltern und rüstige Rentner - die ausgelagerten Utensilien jetzt zurück.


Die Hälfte zahlt der Freistaat

Die Generalsanierung kostet rund 1,5 Millionen Euro, der Zuschuss des Freistaates liegt bei 45 bis 50 Prozent. "Die Schülerzahlen in der Grundschule sind noch sicher, das war die Voraussetzung für die Förderung", erläutert Hart. Die Bauarbeiten liegen voll im Zeitplan. Sie haben nur vier Monate gedauert. Bis Schulbeginn werden im Gebäude alle Arbeiten abgeschlossen sein, von der energetischen Sanierung, über neue Böden, Elektrik, Sanitäranlagen, der neuesten technischen Ausstattung bis hin zum Dach. Zudem wurde alles behindertengerecht und nach den neuesten Brandschutzrichtlinien erneuert.


Gute Bausubstanz

"Im Prinzip war nur noch das Gebäude übrig", sagt Bürgermeister Hart. Dessen Grundsubstanz ist laut Schadstoffuntersuchung gut, obwohl schon 40 Jahre alt. Neu und damit geblieben sind die Fenster, die vor zirka acht Jahren erneuert wurden, und die Heizung, die vor drei Jahren auf Pellets umgestellt worden war. Die ursprünglich acht Räume wurden auf sechs reduziert. Dafür wurden zusätzliche Förder- und Fachräume eingerichtet.


Pluspunkt: Heimische Firmen

"Das ist die schnellste Schulbaustelle, die ich je hatte", freut sich Architekt Thomas Ruser, der selbst in Fuchsstadt wohnt und laut Bürgermeister "quasi rund um die Uhr auf der Baustelle war". Zu verdanken sei das nur der Tatsache, dass so viele regionale Unternehmen die Ausschreibungen für sich entschieden hatten, sind sich die beiden einig. Bei Bedarf waren die auch mit mehr Arbeitern auf der Baustelle, damit der Zeitplan eingehalten wird. Und das hat geklappt. Am 22. August sind die Arbeiten innen abgeschlossen, am 29.8. wird geputzt, am 8. September kommen die Möbel.
In einem zweiten Bauabschnitt wird 2018 die nebenliegende Mehrzweckhalle saniert. Für weitere 1,6 Millionen Euro werden auch hier Heizung, Lüftung, Fenster, Boden und das Flachdach erneuert. Geplant ist auch eine Umstrukturierung, da die Halle selbst 1976 hauptsächlich für die Schule gebaut wurde. "Das ist für Veranstaltungen nicht zweckmäßig", erläutert der Bürgermeister. Daher werden die Toiletten verlegt, der Eingang bekommt einen Windfang und die großen grünen Fenster verschwinden.
Im Zuge dessen wird auch der Außenbereich neu gestaltet. Der Sportplatz erhält einen neuen Belag sowie einen anderen Zaun bzw. Einfriedung. Die Förderung vom Freistaat liegt dann jedoch niedriger, etwa bei 35 bis 40 Prozent, "weil nur der schulische Bereich bezuschusst wird", informiert Hart. Vom Hallenbau wird das Schulleben weniger betroffen sein. Zum einen sollen auch hier hauptsächlich die Sommerferien genutzt werden, zum anderen wird Schulsport im Sommer draußen betrieben und man kooperiere auch mit dem Schulstandort Langendorf. Weil dort heuer ebenfalls Bauarbeiten laufen, wird dessen 5. Klasse nächstes Schuljahr auch nach Fuchsstadt ausgelagert. Beide Maßnahmen zusammen werden die Gemeinde Fuchsstadt etwa 1,8 Millionen Euro kosten, schätzt Bürgermeister Hart.
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