Wartmannsroth
Infrastruktur

Gemeinsam schneller ins Netz

Mit dem Breitbandausbau in Hammelburg, Oberthulba und Wartmannsroth ist ein großes interkommunales Projekt nun abgeschlossen.
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So wie bei Feuerthal sind in den vergangenen Monaten in mehreren Orten Rohre für Glasfaserkabel verlegt worden. Foto: Archiv/Arkadius Guzy
So wie bei Feuerthal sind in den vergangenen Monaten in mehreren Orten Rohre für Glasfaserkabel verlegt worden. Foto: Archiv/Arkadius Guzy
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Nach rund neun Monaten sind die Ausbauarbeiten der Stadtwerke Hammelburg fertig. Hammelburg, Oberthulba und Wartmannsroth haben nun schnelle Internetzugänge mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde.
Konkret sind die Hammelburger Stadtteile Feuerthal, Gauaschach, Morlesau, Obererthal, Ochsenthal, Seeshof und Westheim sowie Wartmannsroth, Dittlofsroda, Heckmühle, Waizenbach, Windheim und Völkersleier in der Gemeinde Wartmannsroth und Oberthulba, Frankenbrunn, Hassenbach, Hetzlos, Reith, Schlimpfhof, Thulba und Wittershausen in der Gemeinde Oberthulba an das neue Breitbandnetz angeschlossen. Insgesamt wurden rund 60 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, erklärte Stephan Dausacker von den Stadtwerken bei der offiziellen Abschlussfeier des Projekts.
Die drei Kommunen hatten dabei im Rahmen der Allianz "Fränkisches Saaletal" kooperiert. Das führte nicht nur zu Synergieeffekten bei den Kosten, sondern bescherte auch höhere Fördersätze, wie Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Kühnl sagte.
So hatten Hammelburg, Oberthulba und Wartmannsroth den Ausbau zum Beispiel gemeinsam vorbereitet. Über die Auftragsvergabe entschied dann allerdings jeder für sich: In allen drei Fällen bekamen die Hammelburger Stadtwerke mit ihrem Tochterunternehmen Hab-Net den Zuschlag. Insgesamt investierten die Kommunen laut Kühnl 2,1 Millionen in den Ausbau.
"Ich hoffe nun, dass die Bürger unsere Kunden werden", meinte Kühnl und warb für das neue Angebot. Kunden müssen bei Hab-Net einen Antrag zum Wechsel stellen, wenn sie das schnelle Netz nutzen möchten.
Die Glasfasertechnik löst die Richtfunkverbindungen ab, die die genannten Gebiete bisher mit Internet versorgten. Die Antennen werden oder wurden bereits abgebaut. Einige wenige Standorte bleiben als Redundanzverbindungen allerdings stehen.
Mit den 50 Megabit pro Sekunde ist die technisch mögliche Geschwindigkeitsgrenze längst noch nicht erreicht. Die nächste Stufe kündigt sich bereits an: Fiber-to-the-Home. Bei FTTH-Anschlüssen geht die Glasfaserverbindung direkt bis zum Haus. Die Planungen und Vorbereitungen dafür sind im Gang. So werden dort, wo Straßen aufgemacht werden müssen, schon heute Leerrohre verlegt, erläuterte Jürgen Weigand, Vertriebsleiter bei Hab-Net. Und Kühnl bestätigte: "Es gibt schon vereinzelt Interessenten nach solchen Anschlüssen." Die Datengeschwindigkeiten liegen dann im Gigabit-Bereich.
Einer dieser Kunden ist zum Beispiel das Hotel "Zum Landgraf" in Wartmannsroth, wo die Abschlussfeier des Projekts deshalb auch stattfand. Mit dem FTTH-Anschluss reicht die Bandbreite nun aus, um allen Hotelgästen gleichzeitig schnelles Internet zu bieten, sagte Inhaber Henry Merz. Denn Gäste beschwerten sich schon mal, wenn das nicht der Fall ist.
In Gössenheim, wo die Stadtwerke ebenfalls am Ausbau beteiligt sind, wird der komplette Ort mit FTTH-Anschlüssen versorgt. Laut Kühnl sind es etwa 400 Haushalte. Das sei zumindest in dieser Gegend ein beispielhaftes Projekt.

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